Eine deutliche Erhöhung der Landesförderung ab 2010 forderten Veronika Leiner (Radio FRO) und Gabriele Kepplinger von der Community TV Initiative "matrix". SPÖ, ÖVP und Grünen schlossen sich dem Wunsch an. Konkrete Zahlen gibt es vor den Wahlen im Herbst allerdings keine.
Die Zeit drängt. Die 2007 eingerichtete Förderung von jährlich 180.000 für drei Freie Radios läuft mit Jahresende aus. Seit 2007 kann der nichtkommerzielle Rundfunk auf eine beispiellose Steigerung der Produktionsvielfalt verweisen. 11.000 Stunden redaktionelles Radioprogramm gehen pro Jahr auf Sendung. Mittlerweile 600 ehrenamtliche RedakteurInnen sind aktiv.
Mit B138 ist bereits ein viertes Freies Radio dazugekommen. Das Community Fernsehen DORF startet als zweites nichtkommerzielles TV in Österreich demnächst den Sendebetrieb, digital-terrestrisch im OÖ Zentralraum.DORF und B138 sind im bisherigen Fördertopf nicht berücksichtigt.Die Freien Radios und Community TV fordern deshalb eine Erhöhung von 180.000 auf 600.000 € jährlich.
"Zuerst wählen, dann zählen, dann verhandeln ..."
Maria Buchmayr (Grüne), Jasmin Chansri (SPÖ), Bernhard Baier (ÖVP) und Gerhard Hasenöhrl (als Leiter der Landespresseabteilung für die Förderungen zuständig) waren sich in einem Punkt einig:
Die Leistungen des nichtkommerziellen Rundfunks werden durchwegs anerkannt und geschätzt. Tatsächlich ist OÖ in diesem Bereich Vorreiter. In keinem anderen Bundesland gibt es ein so vielfältiges
Angebot an Freien Radios.
Die Höhe der künftigen Förderung wird freilich vom Wahlergebnis und den anschliessenden Regierungs-und Budgetverhandlungen abhängig sein. Für Grüne und SPÖ ist die Förderung der nichtkommerziellen
Medien auf jeden Fall ein Thema.
Auch Bernhard Baier von der ÖVP (als Obmann des Linzer Kulturzentrums HOF übrigens auch Mitgesellschafter bei Radio FRO)verspricht, dass es mit der ÖVP keine Schlechterstellung des Freien Bereichs gibt, in welcher Konstellation auch immer.
Luis Durnwalder hat es nicht für wichtig erachtet,die Radiosender zu gleichen Teilen zu fördern.Er hat lediglich für die Radiosender welche der RMI Gmbh angehören wie z..b. Südtirol 1 und Radio Tirol vom Bozner Boden oder Radio Holiday und Radio Vinschgau sowie BLF und Grüne Welle und Radio Gröden den Betrag von satten 400.000 Euro zugesichert.Dies ist eine Diskriminierung der freien Meinungsäusserung. Radio Südtirol von Meran und Burgstall welche Landesweit senden,bekommen von diesem Geld nicht einen Eurocent,daher bitten wir die Südtiroler/innen dies zur Kenntnis zu nehmen. Die Landesregierung möge hier dringend Massnahmen setzen,denn schliesslich Produzieren die Radiosender Kultur und Information für jedermann mit über 8000 Stunden Wertvollen Programm. Radio ist auch eine Arbeitsplatzbeschaffung und die Vielzahl von Medien ist ein Garant des Pluralismus,was von Dr. Luis Durnwalder nicht verdrängt werden darf. Nicht zu vergessen ist auch,wieviel Millionen Euros das Land in die RAS (eigene landesrundfunkgesellschaft investiert).Es muss Analog und Digital das Volk Südtirols gestrahlt (wenn nicht sogar bestrahlt) werden.Es ist nähmlich bereits bekannt,dass die Digitale Frequenzenstrahlung bedeutend Gesundheitschädlicher ist als die Analoge.
Aus der Sitzung der Landesregierung von 10. Mai
Pivatradio: Agenturkosten übernimmt das Land
Nachdem der Staat die Kosten für den Bezug von Nachrichtenagenturen neuerdings nicht mehr übernimmt, springt das Land als Förderer der Privatradios ein. "Unser Rundfunkgesetz sieht die Möglichkeit vor, dass das Land diese Kosten für Minderheiten-Sender übernimmt, wenn dies der Staat nicht mehr tut", so Landeshauptmann Luis Durnwalder. Entsprechend hat die Landesregierung heute 400.000 Euro aus dem Reservefonds bereitgestellt. Allerdings beschränke sich die Hilfe des Landes derzeit auf die Agenturkosten, Beiträge dürften keine ausgezahlt werden, so Durnwalder.
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