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Meran und seine Geschichte PDF Drucken E-Mail

 

Herausgeber/innen, Redaktion, Bearbeiter/innen, Inhalt

 

von Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung
1988 Anhang Südtirol (Italien)
Matthaeus Merian, Merania-Meran (von Süden her), 1649, aus: Matthaeus Merian, Topographia Provinciarum Austriacarum …, Franckfurt am Main 1649. (Faksimileausgabe mit einem Nachwort, hg. von Lucas Heinrich Wüthrich, Kassel und Basel 1963) nach Seite 146.
Siegel der Stadt Meran von 1363 (bezeugt ab etwa 1320), Umschrift:SIGILLVM· CIVITATIS·MERANI, Ř 6,5 cm, Original an Urkunde von 1363 Februar 5 (Siegelabbildung: Meran. 100 Jahre Kurort 1836–1936. Festschrift, herausgegeben von Bruno Pokorny, Innsbruck o. J./1936, nach Seite 176, Abbildung 1), Abbildung 1:1.
Franz-Heinz Hye, Meran. Kommentar zur Siedlungsgeschichte mit italienischer Übersetzung von Luigi Materazzi.
Benedikt Auer, Vogelschau der Stadt Meran von Süden, um 1770. (Kupferstich, Original im Stadtmuseum Meran).
Moderne Stadtkarte 1:5.000, 1986.
Meran 1858. Franziszeischer Kataster 1:2.500.
Franz-Heinz Hye, Wachstumsphasen von Meran 1:5.000.
Joh(ann) Jordan, Ortenstein, 1871. (Aquarellierte Zeichnung, Original im Tiroler Landesmuseum, Signatur: FB2733 Nr. 10).
Unbekannter Zeichner, Planansicht der nahe der Passer gelegenen Gebiete von Untermais mit einer Ansicht der Stadt Meran und ihrer Brücken von Süden, um 1553/60, o. M. Verkleinerte Wiedergabe, Ausschnitt. Originalaquarell auf Papier (Tiroler Landesarchiv, Signatur: Hofregistratur A XII, Position 1).
Umlandkarte von Meran (Josephinische Landesaufnahme, o. J.) 1:25.000.
 
Österreichischer Städteatlas
Wissenschaftliche Gesamtleitung : Felix Czeike, Renate Banik-Schweitzer
Redaktionelle Leitung: Ferdinand Opll
Kartographische und technische Leitung: Erich Kopecky
Ständige kartograph. Mitarbeit: Hans-Michael Putz, Manfred Swoboda
Herausgeber: Wiener Stadt- und Landesarchiv, Ludwig Boltzmann Institut
für Stadtgeschichtsforschung
Verlag: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Druck: Kartographische Anstalt Freytag-Berndt und Artaria, Wien
© Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung, Linz-Wien
Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Alle Rechte vorbehalten.
Vertrieb in Italien: Verlagsanstalt Athesia Ges. m.b.H., Bozen
ISBN 3–7005–4586-X

Frühe Stadtansicht und ältestes Stadtsiegel

Kommentar

Die Stadt Meran im engeren Sinne, also die Katastralgemeinde Meran ohne die 1923 eingemeindeten ehemaligen Dorfgemeinden Ober- und Untermais sowie Gratsch, nimmt nur den schmalen Geländestreifen zwischen dem vom Hochplateau des Dorfes Tirol steil abfallenden Küchelberg im Norden und dem aus dem Passeiertal schluchtartig ausmündenden Wildwasser der Passer ein und wird im Nordosten von der bereits zur Dorfgemeinde Tirol gehörenden Burgruine St. Zenoberg und im Westen von Gratsch (vgl. oben) begrenzt. Der Grundriß von Alt-Meran bildet somit ein sich gegen Westen weitendes Trapez. Das Stadtterrain fällt in der Richtung der Passer vom erhöht liegenden Stadtviertel Steinach stufenlos gegen die ursprüngliche Au- und Feldflur im Bereich der Einmündung der Passer in die Etsch gegen Westen ab. Mit dieser beengten Geländesituation steht Meran unter den Tiroler Städten nicht allein. Vielmehr treffen wir ähnliche Verhältnisse auch in Klausen, in Rattenberg und in Ur-Innsbruck (links des Inn) an. Es war also nicht die territoriale Ausdehnung, die Meran größere Bedeutung erlangen ließ, sondern einerseits seine Lage zu Füßen von Schloß Tirol und andererseits seine verkehrsgeographische Lage am Zusammentreffen der wichtigen Straßenverbindung von Bozen zum Reschenpaß mit dem uralten Talweg durch das Passeiertal und den Jaufenpaß nach Sterzing.

Römerstraße – Statio Maiensis und castrum Maiense – Steinachviertel

Zwar sind im Bereich der Katastralgemeinde Meran selbst keine vorgeschichtlichen und römerzeitlichen Funde gemacht worden, wohl aber in den erhöhten Lagen der Nachbargemeinden Algund (Menhire von Plars), Tirol (Segenbichl, Zenoberg) und Obermais (1). Der Straßenzug von Bozen über Mais und den Schwemmkegel von Meran ins Vinschgau hat bereits zur Römerzeit in Gestalt der 46 n. Chr. angelegten VIA CLAUDIA AUGUSTA PADANA bestanden und wurde wohl in Mais von der Zollstätte der „statio Maiensis quadragesimae Galliarum”, also von einer Station des gallischen Vierziger-Zolles kontrolliert. Einziger baulicher Rest dieser Straße ist – neben dem bekannten Meilenstein von Rabland von 46 n. Chr. (im Bozener Museum) – das Fundament einer römischen Straßenbrücke, die von Algund/Steinach nach Forst führte, wobei seit vielen Jahren die Frage diskutiert wird, ob mittels dieser Brücke die „Via Claudia” in Richtung Vinschgau auf die rechte Talseite übergesetzt hat, oder ob hier ein zwischen Tramin und Marling auf der rechten Talseite verlaufender Nebenast dieser Straße über diese Brücke wieder in den Hauptast auf der linken Talseite einmündete (2). – Doch zurück nach Meran! Spätestens im 5. Jahrhundert übernahm dann das „castrum Maiense” an der Stelle der mittelalterlichen Burg St. Zenoberg (3) den Schutz dieser Straße, die selbstverständlich auch nach der Römerzeit weiter verwendet wurde und die Passer höchstwahrscheinlich im Bereich des in seiner heutigen Gestalt im Jahre 1617 erbauten Steinernen Steges überquert hat. Es war nun naheliegend, daß sich beiderseits dieser Brücke Siedlungen entwickelten. Links der Passer entstand so auf dem breiten, postglazialen Bergsturzkegel des Naiftales die alsbald zweigeteilte Dorfsiedlung mit dem vordeutschen Ortsnamen Mais (erstmals genannt 931), welche uns 1220 bzw. 1227 als „vicus” und „villa” entgegentritt (seit ca. 1264 geteilt in Ober- und Untermais) (4).
Auf der schmalen Uferterrasse rechts der Passer hingegen entstand unweit der Brücke, dort, wo die Straße von Bozen mit dem Talweg aus dem Passeier zusammentrifft, eine Siedlung mit dem quellenmäßig seit ca. 1290 belegten, deutschen Ortsnamen „Stainach”, heute längst Steinach, welche keine selbständige Gemeinde, sondern den tiefstliegenden Bereich des Gemeindegebietes von Dorf Tirol gebildet hat (5). Der deutsche Name dieser Siedlung weist darauf hin, daß Steinach eine nach der Besiedlung dieses Gebietes durch die Bayern angelegte Neusiedlung ist. Dafür, daß hier schon zur Zeit der langobardischen Herrschaft im 6./7. Jahrhundert eine Niederlassung bestanden habe, fehlt jeder archäologische Hinweis. Auf die ursprüngliche Zugehörigkeit von Meran und Steinach zum Dorf Tirol weist die urkundlich seit 1312 belegte (6) und bis 1921 andauernde Zugehörigkeit von Meran zur Pfarre Tirol hin (7). Spätestens im 13. Jahrhundert entstand unmittelbar oberhalb von Steinach an der Lehne des Küchelberges eine weitere Schutzburg namens Ortenstain, ein Turm oder Bergfried, welcher seit 1626 als städtischer Pulverturm benützt wurde und sich bis heute erhalten hat. Seine älteste namentliche Nennung datiert von 1313 (8). In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts und vermutlich schon zuvor befanden sich Ortenstain und erhebliche Teile von Steinach im Besitz der Herren von Tarrant oder Dornsberg (vgl. unten). – So ungefähr haben wir uns die lokale Situation vorzustellen, als Graf Albert IV. (ca. 1190-1253), der Letzte aus der Dynastie der Grafen von Tirol, daran ging, die Marktsiedlung Meran zu errichten.

Das „forum” beziehungsweise „burgum” oder der Marktort Meran

Als Name des neuen Marktortes wurde der Name der von Steinach abwärts anschließenden Flur, deren oberer Teil als Bauplatz benutzt wurde, herangezogen, ein rätoromanischer Name, welcher urkundlich seit 857 als „Mairania” belegt ist (9). Nachdem die Neugründung also auf der Meran-Flur situiert wurde, blieb es noch durch Jahrhunderte üblich, Grundstücke westlich vor der Siedlung als „auf der Meran” und den Ort selbst als „an Meran” zu bezeichnen. Der politisch-rechtliche Vorgang bei der Gründung der Marktsiedlung Meran bestand darin, daß Graf Albert von Tirol als Territorialherr des Dorfes Tirol das Steinachviertel und den flußabwärts daran anschließenden Uferstreifen zwischen Passer und Küchelberg aus dem Gemeindegebiet von Dorf Tirol herausnahm und beiderseits der von Steinach in Richtung Vinschgau führenden Straße je eine geschlossene Reihe von Bauplätzen anordnete und zu Lehen vergab. Dementsprechend wird im landesfürstlichen Urbar der Einkünfte von Schloß Tirol von ca. 1290 ausdrücklich angegeben: „Von einer igelichen hofstat (datz Meran) git man sehs Schillinge” (10). Ebenso wurde im Zusammenhang mit einer 1317 erfolgten Befreiung eines Hauses am Rennweg in Meran von allen landesfürstlichen Lasten darauf hingewiesen, daß dem Landesfürsten hier über alle Häuser das Lehenrecht zustehe: Jus feodale sicut in aliis domibus omnibus in Merano” (11). Um irgendwelche Beeinträchtigungen dieser Rechte möglichst auszuschließen, hat später Meinhard II. im Jahre 1287 auch alle jene Häuser und Grundstücke im Steinachviertel, die sich in der Hand der Herren von Tarrant befanden, von diesen abgekauft und hierauf dem rechtlichen Status der übrigen Häuser von Meran angeglichen (12). Dabei wurde auch Ortenstain erworben, von dem im obzitierten Urbar von ca. 1290 (fol. 5v) angegeben wird, daß dessen Turm mit einem Weingarten und mit einem (noch bestehenden, stattlichen) Haus herunten in Steinach verbunden war: „Der turn mit dem wingarten und dem hus ze Stainach”.
Die Frage, ob der Bau der neuen Passerbrücke unten bei der Marktsiedlung bereits bei ihrer Gründung oder erst einige Jahrzehnte später errichtet worden sei, läßt sich nur hypothetisch beantworten. Das heißt, es ist sehr wahrscheinlich, daß Graf Albert von Tirol, um dem Handelsverkehr von Bozen einen bequemeren und schnelleren Zugang zu seiner wirtschaftspolitisch orientierten Neugründung zu ermöglichen, auch die neue Brücke hat errichten lassen. Bestärkt wird diese Vermutung vor allem durch den Grundriß der Neugründung, welcher nicht nur die Ost-West verlaufende Laubengasse, sondern auch die rechtwinkelig von Süden in diese einmündende, kurze Gasse (früher Post-, heute Leonardo-da-Vinci-Gasse genannt) im Anschluß an die untere Passerbrücke aufweist, welche Gasse westlich unterhalb jener bis ins 19. Jahrhundert fast unverbaut gebliebenen, grünen Trennungszone zwischen dem Steinachviertel und der Neugründung und somit innerhalb derselben liegt. Diese Gasse aber wäre ohne die neue Brücke weitgehend sinnlos. Was die hier angeführte Trennungszone zwischen Alt- und Neusiedlung anbelangt, so findet sich eine solche ebenso in den Städten Glurns, Sterzing und Bruneck und kann daher als Charakteristikum für Tiroler Städte mit der eben geschilderten Entstehungsweise angesehen werden.
Hinsichtlich der verfassungsmäßigen Einrichtungen, welche Meran bereits von seinem Gründer erhalten hat, läßt sich nur die Installierung zweier urkundlich seit 1237 nachweisbarer Jahrmärkte zu Pfingsten und zu Martini (11. November) (13) und die daraus abgeleitete Bezeichnung des Ortes als „forum” bzw. Markt (1239) (14) feststellen. Dazu ist anzumerken, daß diese Förderung der Neugründung auf Kosten der älteren Nachbargemeinden Tirol und Mais vor sich ging, denen diese Jahrmärkte – der Pfingstmarkt von Tirol und der Martinimarkt von Mais – genommen wurden (15). Als „Meraner Jahrmärkte” müssen dieselben übrigens sehr rasch überörtliche Bekanntheit erlangt haben, da sie bereits 1237 mehrfach bei Vertragsabschlüssen in Bozen (!) als Zahlungstermine angeführt werden (16). Die besondere Bedeutung, die Graf Albert von Tirol diesem seinem Marktort beigemessen hat, wird u. a. auch in jener Urkunde von 1239 deutlich, kraft welcher er die Burg Tarasp und andere Güter im Unterengadin angekauft hat, und worin bestimmt wurde, daß sich im Falle säumiger Zahlung durch den Grafen seine zehn genannten Bürgen im gräflichen Marktort Meran einzufinden hätten: „si prefata pecunia non dabitur in dictis terminis, ipsi intrabunt in forum Merani non inde exituri precipue de nocte, nisi debita solutio fiat”. (17) – Das in obbeschriebener Weise entstandene Meran ist jedenfalls die einzige Tiroler Stadt, deren Gründung als Marktort eindeutig auf die alten Grafen von Tirol zurückgeht. Möglicherweise stellt auch die Salzstadt Hall in Tirol in ihrer Marktphase eine Gründung Graf Alberts von Tirol dar (18).

Der Aufstieg Merans zur Stadt

In den Jahren 1243, 1266 und 1267 wird Meran noch mehrmals als „forum” (19), aber bereits 1242 und 1266 erstmals als „burgum” angesprochen (20). 1278 tritt uns dann die erste Nennung Merans als „civitas” entgegen (21), und in der Folgezeit setzt sich diese Bezeichnung neben der Anrede als „oppidum” (z. B. 1305 und 1309) (22) immer mehr durch und dies namentlich in landesfürstlichen Amtsschriften, die für die Frage des tatsächlichen Aufstiegs zur landesfürstlichen Stadt entscheidende Auskunft geben (so z. B. 1299/1302, 1309, 1314, 1315, 1316) (23). Eine förmliche Erhebung Merans zur Stadt ist allerdings weder urkundlich noch dem Zeitpunkt nach überliefert. Wir haben also auch hier, wie in den meisten Tiroler Städten, das Faktum vor uns, daß der Markt um die Zeit seiner ersten Nennungen als Stadt sowohl durch die Errichtung einer Ringmauer als auch durch entsprechende Willensäußerung ihres fürstlichen Herren in den Status einer Stadt aufgestiegen ist, ohne daß uns davon schriftliche Nachrichten überliefert sind. Was dabei den fürstlichen Rang des Stadtherren anbelangt, so ist im Falle von Meran darauf hinzuweisen, daß nach dem Tode Graf Alberts von Tirol (1253) bzw. seit der am 10. November 1254 „apud Meranum” vereinbarten Erbteilung zwischen seinen beiden erbenden Schwiegersöhnen im südlichen Landesteil Tirols die im Fürstenrange stehenden Grafen von Görz die Herrschaft angetreten haben. Von diesen war es namentlich Graf Meinhard II. von Tirol-Görz (1259–1295, als Graf von Görz Meinhard IV), der insbesonders nach der Erbteilung mit seinem jüngeren Bruder Albert (1271) in Tirol eine planmäßige Städtepolitik betrieben hat, nicht zuletzt um seine Herrschaft, die Herrschaft einer landfremden Dynastie, auf eine möglichst gesicherte Basis zu stellen (24). Neben Innsbruck, Sterzing und Glurns, Mühlbach und Hall war es vor allem Meran, welches sich der Förderung durch Meinhard II. erfreuen durfte.
Die Frage, ob der erste Bau der urkundlich seit ca. 1263/66 greifbaren St.-Nikolaus-Stadtkirche tatsächlich erst in die Zeit Meinhards II. fällt oder nicht – was auch ihrem Standort nach eher wahrscheinlich ist – noch in die Gründungsphase unter Graf Albert von Tirol zu datieren ist, muß leider unbeantwortet bleiben. Die in der Folge von 1302 bis 1465 zu ihrer heutigen Gestalt umgebaute und vergrößerte Kirche (25) blieb jedenfalls noch durch viele Jahrhunderte eine unselbständige Filialkirche der Mutterpfarre in Dorf Tirol, wenngleich der dortige Pfarrer 1661/65 in die Stadt herunter übersiedelt ist.
Der Bau der Stadtmauer fällt nach Franz Huter in die Zeit um 1280 (26). Maßgebliche Impulse gab Meinhard II. der städtischen Wirtschaft und zwar einerseits durch die Ansiedlung einer eigenen landesfürstlichen Münzstätte, deren Betrieb hier bereits 1271 belegt ist, obgleich Meinhard erst 1274 von König Rudolf I. von Habsburg das Privileg erhielt, „an Meran zu münzen” (27). Andererseits wurde sicherlich über sein Betreiben in Meran eine Leihbank („casana”) installiert, deren Bestand seit dem Jahre 1287 nachweisbar ist. Erste Inhaber waren drei Brüder aus Florenz, welche wegen nicht näher genannter erheblicher Vergehen im genannten Jahre Meran verlassen mußten (28). Übrigens ließ Meinhard offenbar unter dem Eindruck dieser Affäre für das Meraner Leihhaus eigene Statuten erstellen (29).
Auch eine bedeutende soziale Einrichtung der Stadt verdankt Meinhard II. ihre Gründung: Es ist das Spital zum hl. Geist, welches von ihm 1271 gestiftet und bemerkenswerterweise nicht im eigenen Stadtgebiet, sondern links der Passer jenseits der – dabei erstmals genannten – neuen Passerbrücke in Mais situiert worden ist und hier bis zur Eröffnung des neuen Meraner Krankenhauses an der Vinschgauer Straße (1905) in Funktion blieb – nach 1905 noch als Altersheim bzw. Versorgungshaus (30). Der Abbruch dieses historischen Gebäudekomplexes war dem Faschismus vorbehalten, der an seiner Stelle die noch bestehende Casa del popolo in dem dieser Ideologie eigenen Stil erbauen ließ. Die Lage des Spitals jenseits der Passer bedeutete übrigens nicht nur die Lage in einer anderen Gemeinde, sondern auch die Lage in einer anderen Diözese, da dieser Wasserlauf bis 1808 die Grenze zwischen den Bistümern Chur und Trient bildete (31). Landesweit betrachtet, war übrigens die Meraner Spitalgründung die erste ihrer Art in ganz Tirol. An dieser Stelle sei auch einer weiteren karitativen Einrichtung, nämlich der Anstalt der Sondersiechen oder Leprosen „auf der Meran” beim noch bestehenden St. Leonhardskirchlein an der Straße ins Vinschgau, weit außerhalb der Stadtmauer bzw. nahe an der westlichen Stadtgrenze, gedacht, welche urkundlich zwar erst seit 1377 greifbar wird, vermutlich aber ein ähnliches Alter haben dürfte wie das Spital (32).
Im Zusammenhang mit der Person Meinhards II. muß schließlich noch angemerkt werden, daß er – wiewohl er über ein eigenes Haus in Meran verfügte (33) – hier lediglich dreimal, nämlich im November und Dezember 1266 amtierte bzw. öffentlich zu Gericht saß (34), hier aber während seiner langen Regierungszeit von 1259 bis 1295 nicht eine einzige Urkunde ausgestellt, sondern nur einmal eine an ihn gerichtete Urkunde quasi als Zeuge in Meran mitbesiegelt hat (35). Daraus und aus der großen Zahl der von ihm vor allem im Schloß Tirol, aber auch auf St. Zenoberg ausgestellten Urkunden geht deutlich hervor, daß sich das höfisch-residenzielle Leben nicht herunten in der bürgerlichen Stadt, sondern oben in den landesfürstlichen Burgen abgespielt hat. An diesem Verhältnis hat sich auch während der Zeit der gemeinsamen Regierung seiner Söhne, der Herzoge Otto, Ludwig und Heinrich, von 1295 bis 1310 nichts geändert. In diesem Zeitraum wurde lediglich im Jahre 1299 eine Urkunde Herzog Ottos in Meran ausgestellt (36). Unter Ottos jüngstem Bruder Heinrich, 1307/10 Wahlkönig von Böhmen und 1310/35 Landesfürst von Tirol, dürfte die Zahl der Beurkundungen in Meran etwas zugenommen haben, doch fehlen darüber noch entsprechende Untersuchungen. Sicher wissen wir dies hingegen aus der Regierungszeit seines zweiten Schwiegersohnes, des Markgrafen Ludwig von Brandenburg, der sich von 1342 bis zu seinem Tode 1361, ausgenommen die Jahre 1345, 1347, 1351, 1355–1357, 1359–1361, jährlich mindestens einmal, gelegentlich sogar mehrere Tage lang in Meran aufgehalten hat. Der Schwerpunkt seiner Präsenz in Tirol lag jedoch ebenfalls im Schloß Tirol (37). Die auf ihn bzw. auf seine Witwe Margarete (Maultasch) folgenden Herzoge von Österreich aus dem Hause Habsburg (ab 1363) hielten sich wieder wesentlich seltener in Meran bzw. in Tirol auf. – Es wäre daher völlig unberechtigt, Meran als erste Tiroler Residenzstadt zu bezeichnen, auch wenn sich hier gewisse residenzielle Erscheinungsformen entwickelten, wie das von Herzog Ottos Gemahlin Eufemia von Schlesien (gest. 1347) im Jahre 1309 „in unsere stat an Meran” wohl vor allem für die Töchter des Adels gestiftete Klarissenkloster am Rennweg (aufgehoben 1782 durch Kaiser Joseph II.) (38) oder die eben angeführte, seit 1426 nachweisbare Straßenbezeichnung, die sich vermutlich infolge der hier abgehaltenen Turniere – Rennen und Stechen – entwickelt und deshalb gemäß dem Meraner Steuerkataster von 1780 (Kat. Nr. 106 f) (39) noch im 18. Jahrhundert auch „Rennplatz” gelautet hat, zeigen. Als vergleichbares Gegenstück dazu mag hier auf den ebenfalls aus einem allerdings später geschaffenen Turnierplatz hervorgegangenen Rennweg in Innsbruck hingewiesen werden (40). Die ursprüngliche Bezeichnung des Meraner Rennweges war jedoch „nova civitas” bzw. „Neustadt” und begegnet urkundlich erstmals im Jahre 1308 (41). Da jedoch drei Häuser hier schon 1272 und der zentrale Platz des Rennweges, der Kornplatz oder Kornmarkt, bereits 1296 als „forum bladi” bzw. als Gerichtsstätte („ubi fit judicium”) begegnen (42), kann als gesichert angesehen werden, daß auch die Anlage der Meraner Neustadt, welche der Altstadt bzw. Laubengasse an deren unterem Ende im rechten Winkel vorgelegt erscheint, eine Schöpfung Meinhards II. ist. Hinsichtlich der Bevölkerungszahl Merans an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert kann der Stadtsteuerliste von 1304 entnommen werden, daß hier damals 202 steuerpflichtige Parteien ansässig waren (43).

Das Erscheinungsbild der Stadt (bis ca. 1900)

Die Laubengasse: In der Reihe jener Tiroler Städte, deren Hauptstraßenarchitektur durch Lauben oder Arkadengänge charakterisiert ist, wie Bozen, Glurns, Brixen, Sterzing und Innsbruck, oder auch der Marktort Neumarkt im Bozener Unterland (44), nimmt Meran den Platz derjenigen Stadt ein, in der die Errichtung solcher Laubengänge erstmals urkundlich faßbar wird. So verzeichnet ein landesfürstliches Rechnungsbuch zum Jahre 1322 Ausgaben für den Bau eines solchen Laubenganges und zwar bei einem Haus des Landesfürsten. Wörtlich lautet die betreffende Stelle: „pro testudine nova facta ad transitum de una domo ad aliam” (45). Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Hause um das Kelleramtsgebäude, an dessen Stelle sich heute das neue Rathaus befindet. Bald schon hat sich übrigens bei der Bevölkerung der Stadt die noch heute übliche Unterscheidung der Lauben in die Berg- und Wasserlauben eingebürgert, wobei die Häuserzeilen, die rückwärts gegen den Küchelberg ausgerichtet sind, als die Berg- und jene, die rückwärts zur Passer blicken, als die Wasserlauben bezeichnet werden. Beide Hausgruppen werden bereits in einer undatierten Urkundenabschrift von ca. 1350 angeführt: „ain haus wasser halb und ain haus perghalben” (46). Die eigentlichen, durchgehenden Laubengänge befinden sich an den beiden Seiten der danach benannten, inklusive der Lauben relativ breiten Laubengasse, während die Leonardo-da-Vinci-Gasse für derartige durchgehende, beiderseitige Laubengänge zu wenig Raum bietet, weshalb man für diese Gasse mit ihren vereinzelt auftretenden Lauben gelegentlich auch die Bezeichnung „Kleine Lauben” antrifft.
Das Bild der Laubengasse wurde in jüngerer Zeit dadurch verändert, daß 1869 durch Ankauf und Abbruch des westlichen Nachbarhauses des alten Rathauses an der Abzweigung der Mühlgrabengasse nicht nur der Anfang dieser Gasse verbreitert, sondern von hier südwärts mit Durchbrechung der Stadtmauer eine neue Verbindungsstraße von der Laubengasse heraus zur Poststraße (heute: Freiheitsstraße) geschaffen worden ist. Nach der an dieser Straße 1877 erbauten ebenerdigen Markthalle „Marktgasse” benannt, wurde sie nach dem Bau des modernen Glaspalastes der Provinzsparkasse an der Stelle der 1931 entfernten Markthalle in „Sparkassenstraße” umgetauft (47). Ein weiterer Eingriff erfolgte 1913, als man durch den Abbruch des in seinem Inneren mit heraldischen Fresken geschmückt gewesenen Thalguterhauses eine Zufahrt zum Tappeinerweg bzw. eine Verlängerung der eben erwähnten Marktgasse gegen Norden bewirkte (48).
Stadttore und Verlauf der Ringmauer. Von den vier Stadttoren der ersten Stadtbefestigung hat sich nur das Bozner Tor am unteren Ende der Leonardo-da-Vinci-Gasse bzw. am Weg zur neuen Passerbrücke in Richtung Bozen erhalten. Ein zweites Stadttor befand sich vermutlich an der Einmündung der vom Steinachviertel in die Stadt herabführenden Straße. An dieses quellenmäßig bisher nicht greifbare Tor und die von diesem einerseits zum felsigen Steilabfall des Küchelberges und andererseits entlang der oben geschilderten grünen Trennungszone abwärts zum heutigen Sandplatz führende Stadtmauer erinnert heute u. a. der Umstand, daß das Erdgeschoß des um 1360 erbauten Kirchturms als Durchgangsgewölbe offen gehalten werden mußte, da sonst infolge der den Friedhof ostseitig abschließenden Stadtmauer und des anschließenden Stadttores liturgisch vorgesehene Friedhofsumgänge rund um die Kirche nur schwer möglich gewesen wären.
Das dritte Stadttor war das erste Marlinger oder Ultener Tor, welches 1318 erstmals als „Marningertor” begegnet (49). Die Bezeichnung dieses Tores als jenes, durch welches der Weg nach Marling am rechten Ufer der Etsch führt, setzt übrigens voraus, daß es schon um 1318 vermutlich etwas oberhalb der heutigen Theaterbrücke auch eine weitere Passerbrücke für diesen Weg gegeben hat. Aus den Anrainerangaben eines neben diesem Tor befindlich gewesenen Hauses, welches vorne an die Straße, hinten an die Stadtmauer und an einer Seite eben an dieses Tor grenzte (1415), ergibt sich, daß sich dieses Tor ein Stück weiter westlich als die heutige Sparkassenstraße nach Süden geöffnet hat, wohl dort, wo noch heute ein Durchgang von der Mühlgrabengasse zur Freiheitsstraße besteht (50). Eine bisher unbeachtet gebliebene, undatierte Planansicht der Fluren von Untermais unterhalb des Meraner Heiliggeistspitals aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, worauf die südseitige Ansicht der Stadt Meran als nördliche Begrenzung dargestellt erscheint, zeigt noch sowohl dieses erste nach Süden geöffnete Marlinger Tor als auch die dortige Passerbrücke (51). Später dürfte dieses Tor wegen der häufigen Vermurungen durch die Passer zugemauert worden sein, da es weder auf der Meraner Stadtansicht von Merian (1649), noch auf jüngeren Stadtansichten und Plänen mehr zu sehen ist. Als Ersatz für dieses Marlinger Tor wurde ein neues oder zweites Marlinger oder Ultener Tor an der Südwestecke der oben erwähnten Neustadt bzw. des Rennweges errichtet, welches auf der hier zitierten Planansicht noch nicht dargestellt erscheint.
Das vierte Tor der ersten Stadtanlage war schließlich das erste Vinschgauer Tor, welches jedoch sicher nicht mit dem erhaltenen Vinschgauer Tor an der Nordwestausfahrt des Rennweges identisch war, sondern sich zweifellos am Westende der Laubengasse befand, dort, wo die Stadt vor der Anlage der Neustadt bzw. des Rennweges geendet hat. Die erste Nennung eines dieser zwei Tore datiert von 1291 (52). Die vier ersten Stadttore waren miteinander durch die Stadt- oder Ringmauer verbunden, wovon sich heute als freistehender Mauerrest nur noch ein kurzes Stück im Gartengelände hinter den Häusern des unteren Abschnittes der Berglauben erhalten hat. Hinter den Häusern des oberen Abschnittes der Berglauben bis hinauf zu Friedhof und Kirche war die Errichtung einer Ringmauer nicht nötig, zumal dort der Felsabfall des Küchelberges die Funktion der Einfriedung übernahm.
Im Gegensatz zum älteren Stadtkern war die etwas jüngere Neustadt nie durch eine ergänzende westseitige Stadtmauer, sondern anfangs nur durch das neue Vinschgauer Tor und im Süden durch eine entsprechende Verlängerung der alten Stadtmauer gegen Westen abgeschlossen, wobei das neue oder zweite Vinschgauer Tor spätestens um 1350 urkundlich als Anrainer eines Hauses genannt wird, an dessen Stelle 1616/17 das bestehende Kapuzinerkloster südlich neben diesem Tore angelegt worden ist (53). Eine westseitige Stadtmauer aber wird weder hinter diesem Hause noch in den zahlreichen Urkunden, die andere Objekte am Rennweg betreffen, als Begrenzung angeführt. Dem Fehlen einer geradlinigen westseitigen Neustadt-Mauer entspricht auch der völlig unregelmäßige und ausgezahnte Verlauf der westseitigen Parzellengrenzen hinter den Häusern am Rennweg. In diesem Zusammenhang mag aber erklärend darauf hingewiesen werden, daß auch in den beiden anderen Tiroler Städten, die gegen Ende des 13. Jahrhunderts Neustädte erhielten, nämlich Bozen und Innsbruck, dieselben ebenfalls nur durch Tortürme, aber ohne neuerliche Ringmauer abgeschlossen wurden. Bezüglich des neuen Marlinger oder Ultener Tores, welches vor 1649 (vgl. oben) an der Südwestecke der Neustadt errichtet worden ist, bleibt noch nachzutragen, daß dasselbe 1881 abgerissen wurde, um für einen Erweiterungsbau des Gymnasiums bis zur Ecke Rennweg/Neue Bahnhofsstraße (heute: Freiheitsstraße) Platz zu machen. Bereits zuvor wurde 1827 eine Bresche in die südseitige Stadtmauer gebrochen, um dem Rennweg eine geradlinige Ausmündung in den oberen und älteren Teil der Freiheitsstraße, damals Poststraße genannt, zu ermöglichen. Bleibt noch zu erwähnen, daß im Zeitraum zwischen 1780 und 1858 durch das 1902 abgerissene Delago-Haus ein Durchgang vom Kornplatz in das Grüngelände der Maierhofwiesen „auf der Meran” angelegt worden ist, welcher auf dem dem Steuerkataster von 1780 beigebundenen, gleichzeitigen Stadtplan zum Unterschied von der Katastermappe von 1858 noch nicht eingezeichnet ist. Die Nachfolge dieses Durchganges hat die heutige Meinhardstraße angetreten, welche eine wichtige Verbindung vom Rennweg in das im Anschluß an den Bahnbau Bozen-Meran (eröffnet 1881) entwickelte Bahnhofsviertel bildet.
Als letztes sei hier das Passeirer Tor an der Nordausfahrt aus dem Steinachviertel in Richtung Passeiertal angeführt, welches erstmals 1349 urkundlich genannt wird (54). Von diesem Tore führt eine Sperrmauer hinauf zu dem eingangs genannten Turm „Ortenstain”, d. h. zum städtischen Pulverturm. Eine Verbindung von hier zur engeren, oben geschilderten Stadtmauer besteht nicht und hat auch sicher nie bestanden. Somit ist das Passeirer Tor ein typisches Vorstadttor (vgl. oben) und wurde hier nach dem Aufstieg Merans zur Stadt nachträglich auch am Eingang in diesen ältesten Stadtteil Merans errichtet. Die heutige bauliche Gestalt dieses Torturmes scheint jedoch dem 16. Jahrhundert zu entstammen. Darauf weisen nicht nur das Fresko mit dem Stadtwappen und der Jahreszahl 1596 hoch oben an der Stadtseite des Turmes, sondern auch die Klauen- oder Führungssteine für das Fallgitter an der Außenseite des Tores hin, für die sich in Tirol nur an zwei um 1510/20 erbauten Stadttoren in Glurns vergleichbare Gegenstücke finden. Nachdem durch den Bau des Passeirer Tores das Steinachviertel in den gegen außen abgesicherten Bereich miteinbezogen worden war, erübrigte sich die Aufrechterhaltung der Grün- bzw. Schießzone zwischen dem Stadtkern und dem Steinachviertel, und sie konnte daher der Verbauung freigegeben werden. Das markanteste Gebäude, das im 16. Jahrhundert hier aufgeführt worden ist, bildet der Ansitz Kaimünz (genannt 1583) (55).
Der Mühlbach bzw. Lend- und Stadtbach: Dieser dem Antrieb von Mühlen, Hammerwerken etc., dem Durchspülen der Ritschen namentlich bei den Fleischbänken westlich neben dem Bozner oder Metzgertor und der Herbeiführung von Löschwasser dienende, bezüglich seines innerstädtischen Astes noch heute benützte Mühlbach nimmt seinen Anfang bei einem künstlich gebildeten Staubecken der Passer knapp unterhalb des Steinernen Steges. Seine Anlage muß bereits im 13. Jahrhundert erfolgt sein, da das obzitierte Urbar von Schloß Tirol von ca. 1290 bereits fünf Mühlen „an Meran” verzeichnet. Ein Urbar von 1388 präzisiert dann allerdings, daß drei derselben „enhalp der prukken”, die vierte aber sich sogar „in der stat an Meran” befindet (56). Eine vollständige Darstellung des Mühlbaches mit seinen Verzweigungen als Lendbach südlich vor der Stadtmauer und als Stadtbach innerhalb derselben findet sich noch in der Katastermappe von 1858.

Anfänge der bürgerlichen Selbstverwaltung

Während der seit 1249 nachweisbare Richter von Meran ein vom Burggrafen von Tirol als sein Vertreter eingesetzter Beamter war (vgl. unten), sieht die von König Heinrich erlassene Stadtordnung von 1317 erstmals die Wahl von vier Bürgern als Aufsichtsorgane hinsichtlich der Preisbildung für Brot und Wein vor. Wenig später bieten die landesfürstlichen Rechnungsbücher zum Jahre 1324 die Mitteilung, daß in Meran die Steuer von 12 Geschworenen umgelegt wird (57). 1345 begegnet eine Gruppe von 13 Bürgern, die vom Burggrafen von Schloß Tirol für die Dauer eines Jahres als Ratsbehörde eingesetzt wurde. 1348 setzt Markgraf Ludwig der Brandenburger als Landesfürst selbst einen Rat von 10 Bürgern ein, der sich gemeinsam mit dem Burggrafen von Tirol um der „stat nutz, frum und ere” anzunehmen hatte. Zehn Jahre später verfügt Ludwig dann, daß dieser nun je nach Wunsch auf 11 oder 13 Mitglieder erweiterte Rat von der Bürgerschaft selbst zu wählen sei. Kraft der von Erzherzog Sigmund dem Münzreichen erlassenen neuen Ratsverfassung von 1478 wurde die unterdessen weiter angewachsene Zahl der Ratsmitglieder mit 25 fixiert (58). Bleibt noch zu ergänzen, daß man in Meran ab 1478 nicht mehr zwischen Bürgern und Inwohnern, sondern nur noch zwischen Bürgern und Bürgern des Rats bzw. Ratsbürgern unterschieden hat; – alle Bewohner der Stadt galten nun als Bürger (59).
Hinsichtlich des eingangs erwähnten landesfürstlichen Richters entwickelte sich in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts der Brauch, daß einerseits der Stadtrat für die Bestellung desselben alljährlich einen Dreiervorschlag einbringen konnte, und andererseits der Burggraf von Tirol daraus nur einen solchen Kandidaten zum Richter ernennen durfte, der zuvor zumindest einmal das Amt des Bürgermeisters von Meran bekleidet hatte. Überdies kam dem Meraner Richter dadurch erhöhte Bedeutung zu, als mit seinem Amt das Landrichteramt im ganzen „Burggrafenamt” verbunden war (60). Eine Erklärung hiefür ergibt sich aus dem Umstand, daß das Meraner Richteramt ursprünglich nicht von der Stadt, sondern vom Burggrafen von Tirol ausging, weshalb sein Sitz zwar Meran, sein Amtsbereich aber als Stellvertreter des Burggrafen der ganze Landgerichtsbezirk des Burggrafenamtes war (61). Dessen ungeachtet wurde das Meraner Landrichteramt de facto immer mehr als städtisches Amt betrachtet, was einerseits in dem der Stadt eingeräumten Recht der Erstellung eines Dreiervorschlages und andererseits dadurch zum Ausdruck kam, daß die Stadt 1676 für dieses Amt sogar ein eigenes Haus als „Gerichtshauß” angekauft und mit der „Keichen für denen Gefangenen” und einer Gerichtsdienerwohnung adaptiert hat (62). Das engere städtische Gericht tagte unter dem Vorsitz eines vom Richter wohl über Vorschlag ernannten Gerichtsanwaltes mit einer wechselnden Zahl von Beisitzern. Traditionelle Gerichtsstätte bei guter Witterung war bereits seit dem Ausgang des 13. Jahrhunderts der Kornplatz (vgl. oben).
Die ältesten erhaltenen Abdrücke eines kleinen und eines großen Stadtsiegels finden sich an Urkunden von 1353 („S(igillum) PARVUM CIVITATIS MERANI”, Durchmesser: 39mm) und 1362 („SIGILLVM CIVITATIS MERANI”, Durchmesser: 65mm) (63). Während nun das Siegelbild der genannten Stadtsiegel über einer kleinen Wiese die Stadtmauer mit drei Toröffnungen zeigt, auf welcher der Tiroler Adler – Symbol des landesfürstlichen Stadtherren – sitzt, weist das Stadtwappen von Meran beinahe dieselbe Figuration auf, jedoch mit dem Unterschied, daß dort die Wiese fehlt und die Stadtmauer unmittelbar am unteren Schildrand aufsteht. Eine der ältesten Darstellungen des Stadtwappens bildet ein Wappenrelief von ca. 1450 an der Außenseite des Bozner Tores. Nachdem die Stadtgemeinde 1911 eine Angleichung des Stadtwappens an das obbeschriebene Siegelbild beschlossen hat, kehrte man 1974 erfreulicherweise wieder zum alten, davon divergierenden Stadtwappen zurück (64).
Ein Stadtschreiber begegnet seit 1361 (65), das Amt des Bürgermeisters hingegen ab 1415 (66). Um dieselbe Zeit hatte der städtische Verwaltungsaufwand ein solches Ausmaß angenommen, daß sich die Stadt genötigt sah, ein eigenes Rathaus einzurichten. Das hiefür ausersehene Gebäude war die alte Leihbank (vgl. oben) an der Ecke Laubengasse/Mühlgraben bzw. Sparkassenstraße, welches Herzog Friedrich IV., nachdem es für seinen ursprünglichen Zweck offenbar nicht mehr gebraucht wurde, im Jahre 1413 an die Stadt verkaufte (67). Es diente hierauf bis 1877 als Rathaus, in welchem Jahre es durch Verkauf an die Sparkasse überging, während die Stadt das ehemalige landesfürstliche Kelleramtsgebäude schräg gegenüber als geräumiges Rathaus erwarb. 1928/32 wurde dieses historische Gebäude leider abgerissen und anstelle desselben der bestehende Neubau im monumental-repräsentativen Stil des Faschismus aufgeführt.

Aufstieg zur „Landeshauptstadt” und beginnender Abstieg der Stadt

Den höchsten Punkt in der Entwicklung Merans bildete es zweifellos, als Herzog Friedrich IV. 1418 im Zuge einer umfangreichen Privilegienbestätigung ausführte, daß „die stat an Meran als ain haubtstat des landes gefreyt und begnadet” sei, welche Auszeichnung verfassungsmäßig bis zum Ende der landständischen Verfassung Tirols im Jahre 1848 in Geltung blieb (68). Realpolitisch aber hatte um diese Zeit für Meran schon längst der Abstieg begonnen; – auch die Auflassung der Leihbank (vgl. oben) entsprach dieser Entwicklung. Mit dem Anfall Tirols an die Herzoge von Österreich im Jahre 1363, für die dieses Land eine willkommene Brücke zu ihren althabsburgischen Landen in der Schweiz bildete, lagen Schloß Tirol und Meran abseits der Hauptverbindungslinie, die vielmehr sowohl zu Wasser als auch zu Land durch Innsbruck führte. Dementsprechend begründete derselbe Herzog Friedrich, der 1418 Meran privilegierte, im Jahre 1420 seinen „Neuen Hof” in Innsbruck, für welche Stadt damit der Aufstieg zur Residenz und Verwaltungsmetropole bzw. zur Landeshauptstadt (1849) begann. Wenn Friedrichs Sohn, Sigmund der Münzreiche, hinter dem landesfürstlichen Kelleramtsgebäude (vgl. oben) als stimmungsvolle Absteige die erst im 19. Jahrhundert so benannte „Landesfürstliche Burg” errichten ließ (um 1450/80), so darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, daß derselbe sich gleichzeitig eine wahrhaft stattliche und weitläufige Hofburg in Innsbruck geschaffen hat. Ein schwerer Schlag für Meran war es dann auch, als Sigmund die landesfürstliche Münzstätte 1477 trotz des Protestes der Bürgerschaft von Meran nach Hall in Tirol verlegen ließ, wo die Münzfabrikation nicht mehr auf die durch Zolleinnahmen eingehenden und dann eingeschmolzenen ausländischen Sibermünzen angewiesen war, sondern von den nahen Bergwerken in Schwaz versorgt wurde (69). Wenige Jahre später – um 1483 – führte der Ausbau des Kuntersweges durch die Eisack-Mündungsschlucht ober Bozen zum Fahrweg dazu, daß nun dieser kürzesten und bequemsten Verbindung von Italien nach Deutschland über den Brennerpaß endgültig der Vorzug vor der Reschenstraße gegeben wurde. Auch die Frequenz des Jaufenweges nahm in der Folge ab. Der Rückgang des Verkehrs hatte auch einen spürbaren Rückgang im Besuch der Meraner Jahrmärkte zugunsten jener von Bozen zur Folge, die um dieselbe Zeit von drei (ursprünglich zwei) auf vier Messen ausgeweitet wurden: Der jüngste Bozner Jahrmarkt zu Fronleichnam schaltete praktisch den Meraner Pfingstmarkt fast gänzlich aus und wurde ironischerweise sogar als „Meranermarkt” bezeichnet (70).
Nach 1500 vernachlässigten auch die Landeshauptleute von Tirol immer mehr ihre Residenzpflicht auf dem Stammschloß oder in seiner Umgebung, weshalb auch das damit verbundene „Hofgericht an Meran”, welches viermal jährlich als Appellationsgericht in Meran tagen sollte, hinsichtlich adeliger Appellationen von Meran nach Bozen übersiedelt wurde (71). Für Appellationen nichtadeliger Parteien blieb aber das Hofgericht weiterhin in Meran. Die im 15. Jahrhundert mehrmals in Meran tagenden Landstände wurden nach 1526 fast nur noch zu Landtagen nach Innsbruck, nie mehr aber nach Meran einberufen. Kurzum, Meran sank seit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts zusehends zu einem mehr oder weniger unbedeutenden Landstädtchen ab, in dem allein gelegentliche Gerichtstage und die 1530 reformierte Rodfuhr über den Reschen mit eigenem Ballhaus (Warenumladestation) in Meran für etwas Abwechslung sorgten (72). Und, wie eine umfangreiche Beschwerdeschrift der Stadt Meran an den Tiroler Landtag des Jahres 1542 beweist, waren sich die Meraner ihres permanenten politischen und wirtschaftlichen Absinkens bewußt. Dabei fällt überdies auf, daß sie sich an erster Stelle darüber beschwerten, daß man ihnen ihre evangelischen Prediger genommen und vertrieben hat (73).
Eine gewisse Verbesserung dieser tristen Entwicklung brachte erst das 18. Jahrhundert mit sich, als einerseits durch die Ansiedlung der Englischen Fräulein im Ansitz Hohensaal am Sandplatz oberhalb der Lende, verbunden mit der ersten Einrichtung eines Mädchenunterrichtes (1723), und andererseits durch die Installierung eines Gymnasiums unter der Obhut der Benediktiner von Marienberg (im oberen Vinschgau) in deren Besitz am Rennweg in den Jahren 1725/27 – seit 1736 mit dem Schülerinternat „Rediffianum” – Meran zu einem regionalen Schulzentrum wurde. Diese Tendenz hat übrigens – abgesehen von einzelnen Rückschlägen – bis zum heutigen Tage angehalten, nach 1970 in verstärktem Maße.

Meran wird Kurstadt

Ein neuer Aufschwung für die Stadt setzte erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein, nachdem infolge eines durch den Wiener Leibarzt der Fürstin Schwarzenberg, Dr. Josef Huber, veröffentlichten Gutachtens über das Klima und die Kurmöglichkeiten der Meraner Gegend (1836) (74) allmählich immer mehr Heilung und Erholung suchende, vermögende Kranke und andere Gäste aus den Adels- und gehobenen Bürgerkreisen Wiens und anderer europäischer Metropolen nach Meran kamen. 1850 wurde ein „Fremden-Comité” bzw. die „Curvorstehung” geschaffen. 1855, 1866 und 1880 folgten dann entscheidende und sich kontinuierlich verbessernde Kurordnungen, die nach und nach den Beitritt von Obermais, Untermais und Gratsch in die Kurvorstehung mit sich brachten. Fortan hatte man daher zwischen diesen – mit Meran – vier Gemeinden und dem „Kurort Meran” zu unterscheiden, der alle vier Gemeinden umfaßte. Entscheidende Werbewirkung hatte es, daß in den Jahren 1870–1872 sogar Kaiserin Elisabeth und andere Mitglieder des Kaiserhauses hier Winteraufenthalte nahmen, woran u. a. das 1903 errichtete, von den Faschisten mehrfach beschädigte und endlich ganz entfernte Denkmal dieser österreichischen Kaiserin erinnert, welches 1977 wieder aufgestellt worden ist.
Neben entsprechenden Infrastruktur- und Kureinrichtungen (städt. Gaswerk 1873, Sanatorien, Kurhaus 1873/74 bzw. 1913/14, Promenaden, Kurmittelhaus 1905/07 etc.) und stattlichen Hotelbauten ab 1872 wurde diese Entwicklung auch maßgeblich durch den Anschluß Merans an das internationale Eisenbahnnetz gefördert. Zwischen dem Rennweg und dem parallel dazu angelegt gewesenen ersten Meraner Bahnhof von 1881, wie auch zwischen der Vinschgauer, heute Goethestraße, und der parallel dazu in Ost-West-Richtung geschaffenen zweiten Meraner Bahnhofsanlage – errichtet im Zuge der Bahnverlängerung bis Mals im oberen Vinschgau (1906) – entstand ein neuer Stadtteil mit einer Reihe stattlicher Hotels. Ein besonders bevorzugter Standort der jungen Hotelerie aber war Obermais.
Im Bereich nordwestlich der Stadt zwischen der Vinschgauer Straße und dem Küchelberg entwickelte sich neben den hier zum Teil schon seit dem 14. Jahrhundert nachweisbaren Einzelhöfen Tobelhof (75), Gut im Winkel (76) und Ottmangut ein Viertel von Villen und von karitativen Herbergen für finanziell schlecht situierte Kranke. Einen besonderen Schwerpunkt in diesem Gebiet bildete das 1905 eröffnete neue städtische Krankenhaus an der Vinschgauer Straße. Nördlich dahinter am Gratscher Fahrweg (heute: Karl-Wolf-Straße) erhob sich seit 1892 das als Tiroler Holzhaus erbaute „Volksschauspielhaus”, wo der Schriftsteller Karl Wolf seine überaus beliebten Tiroler Volksschauspiele inszeniert hat. Im Jahre 1900 aber wurde Meran auch im klassischen Sinne eine Stätte der Musen, zumal die Stadt in diesem Jahre ihr prächtiges, in bestem Jugendstil errichtetes Theater nach Plänen des Architekten Dülfer erhielt. Im gleichen Jahre entstand in den Fluren von Untermais Merans erster Sportplatz, welcher vom Pferderennen über Golf und Fußballspiel bis zum Tennis vielfältig verwendbar war (77). Nachdem 1898 die beiden Städte Bozen und Meran gemeinsam unter der Firmenbezeichnung „Etschwerke” zuerst das Töll-Kraftwerk und 1907 auch ein Kraftwerk an der Ausmündung des Schnalstales errichtet hatten, wurde natürlich auch Meran und seine Umgebung ab 1906 nach und nach von einem Netz von elektrischen Straßen- und Lokalbahnen durchzogen, welche einerseits bis Forst und andererseits bis Lana geführt haben (78), unterdessen aber alle wieder eingestellt worden sind.
Die Internationalität des Kurpublikums bedingte, daß in Meran erstmals in Tirol auch Sakralbauten anderer Religionen und Konfessionen erbaut und geduldet wurden. So gab es hier seit 1897 eine englische Kirche sowie in der Villa „Borodine” eine russisch-orthodoxe Kirche, und 1900 wurde hier eine israelitische Synagoge fertiggestellt. Die noch bestehende evangelische Pfarrkirche wurde 1883/84 erbaut (79). Dieser harmonischen Entwicklung zum Trotz machte die politische Spannung in Europa und innerhalb des Dreibundes auch vor dem Kurort Meran nicht halt, was besonders in dem 1913 begonnenen großräumigen Kasernenbau an der Gampenstraße in Untermais spürbar wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg – seit 1919 unter der Herrschaft des Königreiches Italien – konnte sich der Kurbetrieb nur langsam wieder erholen. Die altbewährte Kurvorstehung aber wurde 1923 vom faschistischen Regime aufgelöst. Andererseits wurden in demselben Jahre die Kurortgemeinden Ober- und Untermais sowie Gratsch nach Meran eingemeindet, was den verstärkten Zuzug italienischer Militärangehöriger, Beamter, Arbeitnehmer und auch Unternehmer und insbesonders 1935 die Errichtung einer keineswegs umweltfreundlichen Industriezone mit italienischer Wohnsiedlung in Sinich an der neuen südlichen Stadtgrenze ermöglichte (80). Diese in den ersten Jahrzehnten von der Firma „Montedison” betriebene Siliziumfabrik ging 1980/81 an den Dynamit-Nobel-Konzern über (81). In der Ära des Faschismus wurde auch der Sportplatz in Untermais 1927 in seiner heutigen gigantischen Größe neu angelegt, wobei die Länge des durchaus stattlichen alten Platzes von 1900 zur Breite des neuen Pferderennplatzes wurde. Die Errichtung des neuen Rathauses in der Laubengasse 1928/32 und der Casa del popolo neben der gotischen Spitalskirche wurde bereits erwähnt. 1931 erfolgte überdies noch die Eingemeindung des Bergdorfes Hafling oberhalb von Meran/Mais, welche jedoch 1957 wieder rückgängig gemacht worden ist.
Im Zweiten Weltkrieg als „Lazarettstadt” glücklicherweise nicht bombardiert, aber doch in seiner Entwicklung zurückgeworfen, konnte Meran nach 1945 – nun im Rahmen der Republik Italien – allmählich wieder an die Vorkriegssituation anknüpfen. Schwerpunkte der jüngsten Zeit waren – neben der Schaffung neuer Fremdenverkehrsangebote wie des Kongreßzentrums und der „Thermen” sowie des Wander- und Schigebietes „Meran 2000” – die Intensivierung der schulischen Einrichtungen und Ausbildungsmöglichkeiten (z. B. „Schuldorf Gratsch”) und die Entwicklung neuer Stadtteile wie Maria Himmelfahrt zwischen dem Bahnhof und der Etsch, sowie seit 1976/77 Untermais-West zwischen der Passer und dem Pferderennplatz und Untermais-Ost südöstlich des Kasernenbezirkes. Sehr bedeutend ist auch die Zunahme der Wohnbauten sowohl in Sinich als auch in Obermais/Lazag (1977/78). Der innerstädtischen Verkehrsentlastung endlich dient einerseits die Umfahrungsstraße-West von der Marlinger Etschbrücke links neben der Etsch nach Algund/Forst (um 1973/ 75), die durch eine Schnellstraße von Meran nach Bozen ergänzt werden soll (in Bau) und andererseits die sogenannte Ostumfahrung bzw. die neue Auffahrt von Sinich über die Rametzer Naifbrücke nach Schenna (1976/78). In diesem Zusammenhang muß auch die Neutrassierung der Straße ins Passeiertal (um 1970) angeführt werden, welche nicht mehr von Meran/Steinach, sondern neben der alten Spitalkirche bzw. von Obermais über eine imposante neue Passerbrücke zum Ostabhang des Burghügels von Zenoberg führt. Sie brachte zwar für den alten Stadtkern eine gewisse Verkehrsberuhigung, belastet aber den Ortskern von Unter-und Obermais (Rom-, Cavour- und St. Georgenstraße) umsomehr. Bleibt noch nachzutragen, daß der Fremdenverkehr Merans auch durch die seit 1912 in Verwendung stehende Straße über den Jaufenpaß erheblich bereichert wurde.
Insgesamt kann man die heutige Situation von Meran etwa folgendermaßen charakterisieren: Bevölkerungsmäßig und damit auch gewissermaßen politisch stehen sich laut der Volksgruppenzählung von 1981 15.897 Italiener und 15.848 deutschsprachige Südtiroler und 153 Ladiner gegenüber; zu keiner Sprachgruppe bekannten sich 1.813 Einwohner. (1911 betrug dieses Verhältnis: Deutschsprachige Südtiroler 18.414; Einwohner mit italienischer Muttersprache 848; andere 836).
Auf Grund der gegenwärtigen ethnischen Verhältnisse teilen sich daher seit 1980 ein Italiener und ein Südtiroler das Bürgermeisteramt je zur Hälfte der Legislaturperiode. Anstehende größere Probleme sind trotz der Errichtung eines neuen städtischen Gaswerks (1980/81) der Wunsch nach Verbesserung der Gasversorgung durch eine Erdgasleitung. Desgleichen ist gegenwärtig der weitere Ausbau der Trinkwasserversorgung im Gange (die ersten Meraner und Maiser Hochdruck-Quellwasserleitungen aus der Naif, aus dem Spronsertal, aus Saltaus und von Schweinsteg im Passeiertal wurden 1886/87, 1900/01 und 1907 erbaut, die Bohrung von Tiefbrunnen erfolgte nach 1946). Ein großes Problem stellt auch der Bau des 1977 begonnenen neuen Landeskrankenhauses dar, wenngleich das bereits 1953/54 errichtete „Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus” in Obermais eine große Entlastung darstellt. Die Anstrengungen auf schulischem Gebiet wurden bereits erwähnt. Handwerkerzonen sind in den neuen Stadtvierteln Untermais-Ost, Untermais-West und Sinich planmäßig entstanden. Hinsichtlich der gesellschaftlichen Struktur des Kurortes schließlich vollzog sich in den Jahrzehnten nach 1945 ein Wandel von der finanziell-elitären Kurgesellschaft in Richtung Massentourismus.
Franz-Heinz Hye

Anmerkungen

(1) Genaue Angaben über die betreffenden Fundorte lieferte für den Atlas R. LUNZ (Bozen); vgl. dazu dessen Arbeiten: Ur- und Frühgeschichte Südtirols. Rätsel und Deutung, 1973. – DERS., Urgeschichte des Raumes Algund-Gratsch-Tirol, 1976.
(2) K. VÖLKL, Der Obere Weg. Die via Claudia Augusta auf der Strecke von Bozen bis Landeck, in: Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes Bd. V–VII. (= Der Obere Weg, Bozen 1965/67) S. 89–102. – F.-H. HYE, Algund bei M. Historisches Antlitz einer Tiroler Dorfgemeinde, Algund 1986, S. 15–31.
(3) O. TRAPP und M. HÖRMANN-WEINGARTNER, Tiroler Burgenbuch Bd. 2, 1973, S. 117 ff.
(4) F. HUTER, Tiroler Urkundenbuch Bd. I/1, 1937, S. 18, n. 27 und Bd. I/2, 1949, S. 201, n. 767. – O. STOLZ, Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden. Bd. 3/2. Teil, 1932, S. 184, n. 1 u. 7. – Siehe dazu auch B. MAZEGGER, Chronik von Mais, Obermais 1905.
(5) Tiroler Landesarchiv (= TLA) Urbar 2/1, fol. 5v. Dieses Urbar wird im TLA zum Jahre 1285 datiert. Eine Zweitausfertigung desselben Urbars im Landesarchiv Bozen, Signatur CCT. 2, trägt die Aufschrift „Tirol 1290”.
(6) In einem zwischen den Stifterinnen des Klarissenklosters zu M. und dem Vertreter des Bischofs von Chur über die Exemtion des Klosters aus dem Verband der Pfarre Tirol wird vereinbart, daß „der pharr ze Tyrol, da ez inne leit”, für die Exemtion jährlich eine gewisse Zahlung geleistet werde. Zitiert nach STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 248 f., n. 6a.
(7) K. ATZ und A. SCHATZ, Der deutsche Anteil des Bistums Trient. Bd. 3, 1905, S. 172–194. – W. DUSCHEK und F. PICHLER, M. wie es war 1900–1930, 1983, S. 94: Weil der Pfarrer von Tirol seit 1661/65 in Meran residierte, wurde die Trennung M.s von Tirol sinnwidrig dahingehend interpretiert, daß 1921 die Pfarre Tirol verselbständigt wurde und ihren ersten Pfarrer erhalten habe.
(8) TRAPP und HÖRMANN-WEINGARTNER (wie Anm. 3) S. 112 ff.
(9) K. FINSTERWALDER, Der Name M., in: Der Schlern Jg. 48, 1974, S. 31 ff. – HUTER, Tiroler Urkundenbuch Bd. I/1, 1937, S. 11 ff., n. 15.
(10) TLA, Urbar 2/1, fol. 3r.
(11) STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 197, n. 100.
(12) Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien. H. WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Tirol und Görz, Herzoge von Kärnten Bd. II/1: Die Regesten Meinhards II, (I.) 1271–1295, 1952, S. 138, n. 521: Das dortige Regest ist allerdings hinsichtlich der Grenzangaben unrichtig formuliert. Der Originaltext lautet: „de una pecia terre iacente in burgo Marani(!)cum vineis et sine vineis et cum domibus ab una parte et ab alia communis, a tercia aqua Pasarani”.
(13) H. v. VOLTELINI, Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen des 13. Jahrhunderts. (= Acta Tirolensia Bd. II/1, 1899) n. 875, 879, 896 f. u. 931 („ad proximum festum pentecosten supra forum Mairani”), sowie n. 651, 684 f. und 765 („ad proximum festum sancti Martini supraforum Mairani”).
(14) HUTER, Tiroler Urkundenbuch Bd. I/3, 1957, S. 145 f., n. 1102.
(15) K. MOESER, M. die alte Hauptstadt des Landes Tirol, in: M. hundert Jahre Kurort, hg. v. B. POKORNY, 1936, S. 147 f. – VOLTELINI (wie Anm. 13) n. 43, 44 und 221.
(16) Vgl. oben Anm. 13.
(17) Vgl. oben Anm. 14.
(18) HYE, Hall in Tirol – Gründung und Werdegang einer Salzstadt, in: Beiträge zur Geschichte der Städte Mitteleuropas, hg. v. W. RAUSCH, Bd. 10, 1987 (im Druck).
(19) MOESER (wie Anm. 15) S. 148.
(20) H. v. VOLTELINI und F. HUTER, Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen des 13. Jahrhunderts. (= Acta Tirolensia Bd. 4, 1951) S. 197, n. 299. – STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 185, n. 9 f.
(21) MOESER (wie Anm. 15) S. 148 (leider ohne Angabe der Quelle). – O. GLUDERER, M. unter Herzog Sigismund 1439–1490, M. 1981, S. 4 schreibt, daß M. „1295 erstmals Stadt genannt wird”, bleibt jedoch ebenfalls die Angabe der Quelle schuldig. Überdies steht seine Behauptung im Widerspruch zur Angabe des sehr gewissenhaften Historikers MOESER.
(22) P. C. STAMPFER OSB., Geschichte von M. der alten Hauptstadt des Landes Tirol, 1889, S. 345 (Edition eines landesfürstlichen Privilegs von 1305). – F. KOGLER, Das landesfürstliche Steuerwesen in Tirol bis zum Ausgange des Mittelalters, in: AfÖG Bd. 90, 1901, S. 642, Anm. 5.
(23) EBDA., S. 637, Anm. 2, und S. 642, Anm. 6, wo von Ausgaben „pro muro civitatis reparando” im Jahre 1314 die Rede ist. Vgl. auch unten Anm. 38.
(24) WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, Pfalzgrafen in Kärnten Bd. 1, 1949, n. 620 u. 868.
(25) MOESER, Zur Baugeschichte der drei M.er Gotteshäuser aus der Zeit der Gotik, in: Schlern-Schriften Bd. 139, 1955, S. 119–126. Die weiteren Ausführungen MOESERS dortselbst bis S. 130 gelten der St.-Barbara-Kapelle am alten Friedhof bei St. Nikolaus (erbaut 1422/27) und der Spitalkirche zum hl. Geist (in der heutigen Gestalt erbaut 1425/32).
(26) HUTER, Handbuch der historischen Stätten Österreich Bd. 2, 1966, S. 536. Noch 1304 erhielt ein M.er Bürger von Herzog Otto eine Steuerbefreiung als Entschädigung für die Beeinträchtigung eines Weingartens „dadurch man die statmaur an Meran gefürt hat” (zitiert nach MOESER, M. die alte Hauptstadt, S. 152).
(27) WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, Bd. I, n. 868. – DERS. Die Regesten Graf Meinhards II. (I.) (wie Anm. 12) n. 104. Vgl. dazu H. MOSER – H. RIZZOLLI – H. TURSKY, Tiroler Münzbuch, 1984, S. 40–46, wo RIZZOLLI nachweist, daß erst die nach dem Privileg von 1274 geprägten M.er Münzen auch den Tiroler Adler tragen, während zuvor andere Münzbilder Verwendung fanden. Zur Geschichte der Münzstätte in M., die in einem Hause „wasserhalben” untergebracht war, vgl. H. MOSER – H. NORZ – H. TURSKY, Die M.er Kreuzerprägung unter den Herzögen Rudolf IV. bis Friedrich IV., in: Haller Münzblätter Bd. 4, Hall i. T. 1965, S. 129–204. – E. MAILÄNDER, Die M.er Münzstätte, in: Der Schlern Jg. 41, 1967, S. 388–403.
(28) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II. (I.) n. 526. Vgl. auch VOLTELINI, Die ältesten Pfandleihbanken und Lombardenprivilegien Tirols, in: Beiträge zur Rechtsgeschichte Tirols. ( FS. zum 27. Deutschen Juristentage, 1904) S. 1 -69
(29) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II. (I.) n. 758.
(30) EBDA., n. 7. Mit diesem Armenspital war von Anfang an Kirche und Friedhof verbunden. Vgl. auch oben Anm. 25. – DUSCHEK und PICHLER (wie Anm. 7) S. 27.
(31) J. GELMI, Kirchengeschichte Tirols, 1986, S. 164. Vgl. auch oben Anm. 7.
(32) STAMPFER (wie Anm. 22) S. 46.
(33) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II. (I.) (wie Anm. 1 2) n. 271.
(34) DERS., Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol (wie Anm. 24) n. 764/1–3.
(35) Wie Anm. 33, n. 169 von 1276.
(36) TLA, Cod. 18, fol. 74 r. Ein möglichst vollständiges, aber noch ungedrucktes Itinerar der Herzoge Otto, Ludwig und Heinrich hat der Verfasser im Zuge seiner Vorarbeiten für den betreffenden Band des Tiroler Urkundenbuches erstellt.
(37) F. H. HAUG, Beiträge zum Itinerar Ludwigs V. des Brandenburgers, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 5, 1908, S. 133–144.
(38) Die Original-Stiftungsurkunde befindet sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, Signatur U 43. – Vgl. dazu auch P. M. STRAGANZ OFM., Zur Geschichte des Klarissenklosters M. in den ersten 200 Jahren seines Bestandes, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 4, 1907, S. 117–158.
(39) Original im Stadtarchiv M.; vgl. auch unten Anm. 53.
(40) HYE, Innsbruck – Geschichte und Stadtbild. (= Sonderband der Tiroler Heimatblätter zum 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Innsbruck, 1980) S. 45.
(41) MOESER, M. (wie Anm. 15) S. 152.
(42) STOLZ, Politisch-historische Landesbeschreibung von Südtirol. (= Schlern-Schriften Bd. 40, 1937/Neudruck 1971), S. 133, Anm. 2. Vgl. dazu auch unten Anm. 53.
(43) E. WIDMOSER, M.er Stadtsteuerliste von 1304, in: Veröffentlichungen des Museum Ferdinandeum Bd. 31, 1951, S. 681–689.
(44) Vgl. dazu HYE, Rathaus, Stadtturm und Lauben in Innsbruck. Grundzüge ihrer Entstehungsgeschichte, in: Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs N. F. Bd. 3, 1972, besonders S. 110–116. – DERS., Neumarkt. Historisches Antlitz eines trientinisch-tirolischen Burgum, in: Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes Bd. 9, 1980, besonders S. 133 ff.: In Neumarkt sind Vorhallen vor Häusern bereits seit 1274 nachweisbar („sub porticu domus”).
(45) J. RIEDMANN, Adelige Sachkultur Tirols in der Zeit von 1290 bis 1330, in: Adelige Sachkultur des Mittelalters. (= Veröffentlichungen des Instituts f. mittelalterliche Realienkunde Österreichs Nr. 5, 1982) S. 107, Anm. 5.
(46) TLA, Cod. 18, fol. 77. STOLZ, Die Ausbreitung des Deutschtums, S. 192, n. 68.
(47) Bote für Tirol 1868, Nr. 299, S. 1502 und Bote für Tirol 1869, Nr. 133, S. 694. – Vgl. dazu auch E. PERATHONER, M.er Häuserchronik 1780–1964. Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1964, Bd. 2, Tabelle Nr. 131.
(48) DUSCHEK und PICHLER (wie Anm. 7) S. 53.
(49) STAMPFER (wie Anm. 22) S. 38. Dieses Tor bzw. eine Wiese, gelegen „Merani extra portam per quam itur versus Merningam”, wird auch in einer Notariatsurkunde von 1328 genannt (Zitiert nach H. KARNER, Die Tätigkeit des Notars David von Meran. Teiledition seiner Imbreviatur aus dem Jahre 1328. Ungedr. geisteswiss. Diss., Innsbruck 1985, S. 113, Edition Nr. 40).
(50) STAMPFER, a. a. O., S. 381, Urk. n. 43. – DERS., Geschichte der Stadtmauern von M., in: Programm des k. k. Obergymnasiums in M. 1887/88, Meran 1888, S. 3–30, besonders S. 14 lokalisierte dieses Haus irrtümlich nördlich neben das jüngere Ultener Tor bzw. an den Rennweg, da ihm nicht bewußt war, daß von diesem Torturm nordwärts nie eine Ringmauer zum jüngeren Vinschgauer Tor bestanden hatte und das fragliche Grundstück nördlich neben dem Ultener Tor noch 1858 unverbaut war.
(51) TLA, Plan aus der Hofregistratur A XII, Position 1. Den Hinweis auf dieses bedeutende topographische Dokument verdanke ich Herrn Dr. Heinz MOSER vom TLA.
(52) Orig. Urk. von 1291 im Stadtarchiv M. Der betreffende Passus lautet: „ante portam versus vallem Venustam ducentem”. – Vgl. dazu auch MOESER, M., (wie Anm. 15) S. 152.
(53) TLA, Tirolischer Lehenauszug fol. 1073–1074v; sowie Libri fragmentorum 5, fol. 371. – Weitere Anrainer-Angaben von Häusern an der Westseite des Rennweges aus den Jahren 1426, 1437, 1438, 1458 etc. bietet P. J. C. RIEF, Beiträge zur Geschichte des ehemaligen Kartäuserklosters Allerengelberg in Schnals, in: Programme des öffentl. Obergymnasiums der Franziskaner zu Bozen 1904 ff., n. 227, 272, 284, 385. – Die älteste Nennung eines Hauses und seiner beiden Nachbarhäuser am Rennweg datiert bereits von 1272, wo sogar von „domus in prato”, also von einem Haus in bzw. an der Wiese die Rede ist, an welches abgesehen von seinen beiden genannten Nachbarhäusern, oben die Straße und unten die Wiese angrenzt: „Cohaeret autem … domui a superiori via et strafa, ab alio latere domus Schreidonis burggravii et ab alio domus Ingrami et ab altero pratum”. (Zitiert nach STRAGANZ, Die Edlen von Angerheim und Neuberg, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 1, 1904, S. 9).
(54) STAMPFER, Geschichte von M., (wie Anm. 22) S. 335.
(55) J. UNTERER, Die Ansitze von Mais und M. Phil. Diss. Innsbruck, Brixen 1972, S. 187 ff.
(56) Staatsarchiv Bozen, CCT. 18, fol. 2.
(57) KOGLER (wie Anm. 22) S. 641: „Duodecim iurati in Merano posuerunt steuram”.
(58) Alle hier zitierten Ratsurkunden finden sich ediert bei STAMPFER (wie Anm. 22) S. 346–391. – Vgl. dazu auch eine Stadtordnung von ca. 1340 bei STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 262, n. 24.
(59) GLUDERER, (wie Anm. 21) S. 36 f.
(60) GLUDERER, a. a. O., S. 27, und 65.
(61) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, S. 123–133.
(62) STAMPFER, Geschichte von M., (wie Anm. 22) S. 145. – Steuerkataster von M. 1780, Kat. Nr. 37.
(63) MOESER, Siegel und Wappen der Stadt M. in alter Zeit in: M. 100 Jahre Kurort (wie Anm. 15) S. 174–178. – Dazu ist bezüglich des ersten Auftretens des großen Stadtsiegels zu ergänzen STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 283, n. 49.
(64) Amtsblatt der Region Trentino-Südtirol 1974, Nr. 41, S. 1628.
(65) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, S. 123.
(66) GLUDERER (wie Anm. 21) S. 168 ff.
(67) STAMPFER, Geschichte von M., S. 49. – PERATHONER (wie Anm. 47), Bd. 2, Tabelle 132. – Desgleichen „Des Burggrafenamtes Volks- und Hauskalender” 1932, S. 77 f.
(68) STAMPFER, Geschichte von M., S. 383. – Vgl. dazu HYE, M. und Innsbruck – das Problem der Landeshauptstadt in Tirol, in: Alpenregion und Österreich (FS. für Hans KRAMER, 1976) S. 47–55.
(69) K. MOESER und F. DWORSCHAK, Die große Münzreform unter Erzherzog Sigmund von Tirol, 1936. – H. MOSER und H. TURSKY, Die Münzstätte Hall in Tirol, 1977, S. 15 ff.
(70) HUTER, Die Quellen des Meßgerichts-Privilegs der Erzherzogin Claudia für die Boznermärkte (1635). (Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst 1927, Bozen 1927) S. 17, Anm. 28.
(71) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, S. 258–263.
(72) E. PRIETH, Beiträge zur Geschichte der Stadt M. im 16. Jahrhundert, M. 1957, S. 62 ff. – Vgl. dazu auch HYE, Algund (wie Anm. 2) S. 32.
(73) STAMPFER, Geschichte von M., S. 75 ff.
(74) J. HUBER, Ueber die Stadt M. in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima. Nebst Bemerkungen über Milch-, Molken- und Traubenkur und nahe Mineralquellen. (Wien 1837/Neudruck M. 1985).
(75) RIEF (wie Anm. 53) Regest n. 106 (1383).
(76) STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, S. 188, n. 40 (1289).
(77) E. ROCHELT, Die Entwicklung M.s als Kurort, in: Kurort M. Den Festgästen der 77. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte, M. 1905, S. 41–71.
(78) Diesbezügliche und viele weitere Informationen enthält der sehr gediegene Führer von F. W. ELLMENREICH, M. und Umgebung, M. 1909, S. 48 ff.
(79) B. POKORNY, Aus M.s Werdezeit 1870–1900, M. 1929, S. 125–158.
(80) DUSCHEK und PICHLER (wie Anm. 7) S. 101 f.
(81) Dolomiten 1981, Nr. 141.

Vorwort des Landeshauptmannes von Südtirol

Es gereicht dem Land Südtirol und der Stadtgemeinde Meran im besonderen zu großer Ehre, daß in dem Österreichischen Städteatlas erstmals im Rahmen dieser wertvollen wissenschaftlichen Arbeit eine Stadt im südlichen Teil Tirols bearbeitet wird. Die Wahl ist sicherlich nicht rein zufällig auf die Stadt Meran gefallen, ist doch diese Stadt eine der ältesten und in der Geschichte des Landes im Gebirge eine der bedeutendsten. Die Stadt zu Füßen des Stammschlosses Tirol, das dem Land an Etsch und Inn den Namen und das Wappen gab, hatte durch Jahrhunderte einen Vorrang in der Städtekurie der Tiroler Landschaft. Bereits im Jahre 1317 erhielt Meran eine eigene Stadtordnung mit einem gewählten Rat und einem eigenen Siegel, fast gleichzeitig wurde Meran zur Hauptstadt der Grafschaft Tirol. Das Privileg, eine eigene landesfürstliche Münzstätte zu haben, die bekannten Meraner Jahrmärkte und vieles andere machten die Stadt durch Jahrhunderte zu einem wirtschaftlichen Zentrum, das in jüngerer Zeit mit dem Fremdenverkehr zu internationaler Bedeutung aufgerückt ist.
Die Wahl, in diesem Städteatlas die Stadt Meran aufzunehmen, ist vollauf gerechtfertigt und ich darf dem Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen, daß dadurch eine der geschichtsträchtigsten Städte Tirols einem fachlich qualifizierten und interessierten Leserpublikum nähergebracht wird.
Dr. Silvius Magnago Landeshauptmann von Südtirol
La cittŕ di Merano (Meran) intesa in senso stretto, limitandola dunque alla omonima circoscrizione fiscale esclusi i vecchi comuni di Maia Alta (Obermais), Maia Bassa (Untermais) e Quarazze (Grätsch), che furono incorporati nel 1923, si estende soltanto su uno stretto lembo di terra racchiuso a nord fra le pendici del Küchelberg (Monte S. Benedetto), che discendono ripide dall'altopiano della cittadina di Tirolo (Tirol), e il fiume Passirio (Passer), le cui acque sfociano impetuose, come da una stretta gola, dalla val Passiria (Passeier). A nord-est Merano confina con i ruderi di Castel S. Zeno, che fa giŕ parte del comune di Tirolo, e a ovest con Gratsch. La pianta della vecchia Merano assume cosě la forma di un trapezio che si dilata verso occidente. Dal rione Steinach, situato a monte, il terreno sul quale sorge la cittŕ va digradando a ovest verso i prati e i campi di un tempo, alla confluenza del Passirio nell'Adige (Etsch). Fra le cittŕ tirolesi Merano non č l'unica a sorgere su un'area tanto angusta. Anzi, condizioni analoghe le riscontriamo anche a Chiusa (Klausen), Rattenberg e nel nucleo originario di Innsbruck, sulla riva sinistra dell'lnn. Se Merano raggiunse una importanza maggiore, ciň non lo si deve dunque all'espansione territoriale, bensě alla sua posizione ai piedi di Castel Tirolo e alla sua collocazione geografica all'incrocio dell'importante via di comunicazione fra Bolzano (Bozen) e il Passo di Resia (Reschenpaß), con l'antica via di fondovalle che, percorrendo la val Passiria e il Passo di Monte Giovo (Jaufenpaß), conduce a Vipiteno (Sterzing).

La via romana -Statio Maiensis e Castrum Maiense- Il rione Steinach

Anche se nel territorio della circoscrizione fiscale di Merano non vi sono stati dei reperti preistorici o dell'epoca romana, essi si sono avuti nelle aree piů elevate dei comuni limitrofi di Lagundo (Algund), i menhir di Plars, Tirolo (Segenbichl e Monte S. Zeno) e Maia Alta (1). La strada che da Bolzano si snoda verso la val Venosta (Vinschgau) traversando Maia e la conoide di Merano, esisteva anche al tempo dei romani; il tracciato della VIA CLAUDIA AUGUSTA PADANA risale infatti all'anno 46 d. C. e la strada veniva forse vigilata a Maia dal posto di dogana della „statio Maiensis quadragesimae Galliarum”. Oltre alla nota pietra miliare di Rablŕ (Rabland) del 46 d. C. conservata al Museo di Bolzano, l'unico vestigio che di questa strada ci rimane č il fondamento di un viadotto romano che da Lagundo/Steinach conduceva a Foresta (Forst). Da molti anni si va tuttavia discutendo se la „Via Claudia” in direzione della vai Venosta consentisse di passare all'altro lato della valle tramite questo ponte; oppure se una ramificazione di questa strada, costeggiando il versante destro della vallata fra Termeno (Tramin) e Marlengo (Marling), non confluisse invece, sempre attraverso il ponte, nel tronco lungo il versante sinistro della valle (2).
Riprendiamo perň la storia di Merano. In epoca non posteriore al secolo V, al „castrum Maiense”, situato dove sarebbe sorto il castello medievale di Monte S. Zeno (3), venne assegnata la funzione di difendere questa strada; utilizzata ovviamente anche nel periodo successivo all'epoca romana, forse la via traversava il Passirio nella zona dello Steinerner Steg, che nella sua forma attuale venne costruito nel 1617. Era dunque ovvio che su entrambi i lati di questo ponte si andassero sviluppando degli insediamenti. Sulla sinistra del Passirio, sul largo cono di frana della val di Naif, creatosi nell'epoca postglaciale, sorse cosě un agglomerato, diviso subito in due parti. Mais (Maia) č il toponimo antecedente alla denominazione in tedesco, e ad esso si fa cenno per la prima volta nel 931. Nel 1220 e 1227 lo ritroviamo come „vicus” e „villa”, e, a partire da circa il 1264 separato in Obermais e Untermais, Maia Alta e Maia Bassa (4).
A destra del Passirio, sullo stretto terrazzo della riva e non distante dal ponte, sorse invece un agglomerato urbano alla confluenza della strada di Bolzano con la via che discende dalla vai Passiria. Da circa il 1290 le fonti menzionano questo insediamento con il toponimo tedesco „Stainach”, l'attuale Steinach come si chiama ormai da lungo tempo; esso non era un comune indipendente e costituiva invece la zona situata piů in basso di tutto il territorio comunale della cittadina di Tirolo (5). Il nome tedesco di questo abitato č un indizio che Steinach fosse un nuovo insediamento istituito dai bavaresi dopo il popolamento di questa regione. Al contrario, manca qualsiasi traccia archeologica che esistesse una colonia giŕ al tempo della dominazione longobarda nel secolo VI–VII. Che Merano e Steinach facessero in origine parte di Tirolo, č documentato dall'appartenenza di Merano alla parrocchia di Tirolo, comprovata fin dal 1312 (6) e protrattasi fino al 1921 (7). Al piů tardi nel secolo XIII sulle pendici di Monte S. Benedetto, appena sopra Steinach, sorge un'altra torre di difesa, chiamata Ortenstain, una torre o battifredo, adibita poi a partire dal 1626 a polveriera della cittŕ e che si č conservata fino ai nostri giorni. La sua piů antica menzione risale al 1313 (8). Nella seconda metŕ del 1200, e presumibilmente pure in precedenza, Ortenstain e considerevoli parti di Steinach erano in possesso dei signori di Tarrant o Dornsberg, come si dirŕ in seguito. Approssimativamente la situazione locale si presentň in questi termini allorché il conte Alberto IV (1190–1253), l'ultimo discendente della dinastia dei conti del Tirolo, si accinse a costituire il borgo di Merano.

Il „forum” e il „burgum” ovvero la fiera di Merano

Il nome della nuova localitŕ in cui si tenevano le fiere, trae origine dal retoromanzo „Mairania”. Documentato fin dall'anno 857 (9), con il nome si indicavano i campi, ubicati piů in basso, adiacenti a Steinach, la cui parte piů elevata venne utilizzata come area per le costruzioni. Sorto il nuovo agglomerato sui campi di Merano, gli appezzamenti situati a ovest, antistanti al borgo, furono chiamati per secoli „auf der Meran” („sulla Merano”), mentre la localitŕ stessa venne denominata „an Meran” („lungo Merano”). La dimensione giuridico-politica dell'atto di fondazione del borgo di Merano si esprimeva nel fatto che il conte Alberto di Tirolo, nelle vesti di signore territoriale della cittadina di Tirolo, scorporň da questo comune il rione di Steinach e la striscia di riva contigua, a valle, fra il Passirio e Monte S. Benedetto. Ad entrambi i lati della strada che da Steinach conduceva verso la val Venosta, si fissň inoltre un numero delimitato di aeree fabbricabili che venivano concesse in feudo. Rispecchia questa evoluzione una annotazione nel libro fondiario del principato, in cui, riguardo ai proventi di Castel Tirolo intorno al 1290, si indica espressamente: „Von einer igelichen hofstat (datz Meran) git man sehs Schillinge” („Da una tale cittadina, cioč a Merano, si devono sei scellini”) (10). Di pari modo, in un atto in cui si documenta che una casa del Rennweg (via delle Corse), a Merano, nell'anno 1317 venne liberata da tutti i gravami dovuti al principe, si affermava che a quest'ultimo spettava il diritto di feudo su tutte le case: „ius feodale sicut in aliis domibus omnibus in Merano” (11). Affinché venisse esclusa il piů possibile qualsiasi lesione di questi diritti, successivamente, nel 1287, Mainardo II acquistň tutti gli edifici e i terreni del rione di Steinach che erano in possesso dei signori di Tarrant, conformandone lo stato giuridico a quello delle restanti case di Merano (12). Nelle acquisizioni rientrava anche Ortenstain, di cui nel libro fondiario del 1290 circa (fol. 5 v), citato in precedenza, si dice che la torre fosse collegata con una vigna e una casa in basso, ancora esistente e d'aspetto imponente, a Steinach: „Der turn mit dem wingarten und dem hus ze Stainach” (”La torre con la vigna e la casa in Steinach”).
La costruzione del nuovo ponte sul Passirio, ubicato in basso presso il borgo, č coeva alla fondazione di questo, o appartiene invece a un periodo successivo? Sull'argomento si possono fare soltanto delle congetture. E cioč molto probabile che il conte Alberto di Tirolo avesse fatto erigere il nuovo ponte affinché i traffici commerciali di Bolzano avessero un accesso piů agevole e rapido alla sua nuova fondazione ispirata da motivi di ordine politico ed economico. In particolare questa supposizione viene rafforzata dalla pianta della nuova fondazione; infatti, nella pianta non soltanto vi č tracciata la via dei Portici (Laubengasse) da est ad ovest, bensě pure la breve strada denominata in passato Postgasse e ribattezzata poi via Leonardo da Vinci. Collegata al ponte inferiore sul Passirio, questa via provenendo da sud si immette ad angolo retto in via dei Portici ed č situata a occidente, al di sotto di quella zona compresa fra il rione di Steinach e il nuovo agglomerato, zona rimasta verde e pressoché non edificata fino all'Ottocento inoltrato. La via si colloca dunque all'interno di quest'area. Ora, senza il nuovo ponte, non avrebbe avuto un senso. Quanto alla zona di separazione, che abbiamo menzionato, fra il vecchio e il nuovo insediamento, noi la ritroviamo anche nelle cittŕ di Glorenza (Glurns), Vipiteno (Sterzing) e Brunico (Bruneck) e possiamo dunque considerarla come una peculiaritŕ delle cittŕ tirolesi sorte nel modo che siamo venuti descrivendo.
Venendo ora a quegli istituti che poggiavano sugli statuti della cittŕ e che Merano ebbe giŕ dal suo fondatore, possiamo accertare l'esistenza di due fiere annuali a Pentecoste e S. Martino, cioč l'11 novembre (13), alle quali č dunque riconducibile la denominazione di „forum” o fiera (1239) che il luogo ebbe (14). A tale proposito č doveroso annotare che i vantaggi concessi al nuovo insediamento andarono a pregiudizio dei piů antichi comuni limitrofi, Tirolo e Maia, ai quali furono sottratti i mercati annuali: a Tirolo il mercato di Pentecoste e a Maia quello di S. Martino (15). Peraltro, con il nome di „fiere annuali meranesi”, il grado di notorietŕ cui erano pervenuti era tale che oltrepassava i confini del paese, se giŕ nel 1237 li si indicava come scadenze di pagamento in contratti stipulati a Bolzano (16). Il particolare significato che il conte Alberto di Tirolo attribuiva a questo borgo si manifesta chiaramente, fra l'altro, anche con quell'atto del 1239 con il quale aveva acquistato il castello di Tarasp e altri beni nella Bassa Engadina: l'atto stabiliva che in caso di morositŕ del conte i suoi dieci garanti, indicati nel documento, si trovassero nel borgo di Merano, possessione del conte medesimo: „si prefata pecunia non dabitur indictis terminis. ipsi intrabunt in forum Merani non inde exiturě precipue de nocte, nisi debita solutio fiat” (17). La Merano sorta dal processo che abbiamo descritto, č comunque l'unica cittŕ del Tirolo la cui fondazione come luogo di mercato sia inequivocabilmente attribuibile agli antichi conti del Tirolo. E possibile che anche la fondazione di Hall in Tirolo, la cittŕ delle miniere di salgemma, nella sua fase di luogo di mercato risalga al conte Alberto di Tirolo (18).

L'ascesa di Merano a cittŕ

Ancora negli anni 1243, 1266 e 1267, Merano viene definitŕ piů volte „forum” (19); tuttavia nel 1242 e 1266, per la prima volta, appare la denominazione „burgum” (20). Nel 1278 troviamo poi la prima denominazione di Merano quale „civitas” (21) che, oltre a „oppidum”, come nel 1305 e 1309 (22), andrŕ progressivamente imponendosi, in specie negli atti d'ufficio del principato. Questi atti ci forniscono informazioni decisive sull'ascesa di Merano a importante cittŕ della contea, come ad es. nel 1299–1302, 1309, 1314, 1315, 1316 (23). Malgrado ciň non ci č stato tramandato né il documento con il quale Merano venne formalmente elevata a cittŕ, né il momento in cui questo avvenne. Dunque, come nel caso della maggior parte delle cittŕ tirolesi, siamo di fronte a un borgo che al tempo delle prime menzioni come cittŕ ne aveva giŕ acquisito lo status, sia tramite la costruzione di una cerchia di mura, che per espresso atto di volontŕ dei suoi signori, senza che ce ne siano state tramandate delle notizie scritte. Quanto al rango di principi, cui assorsero i signori della cittŕ, nel caso di Merano si dovrŕ dire che, morto il conte Alberto di Tirolo nel 1253, dopo la spartizione dell'ereditŕ concordata „apud Meranum” il 10 novembre 1254 fra entrambi i suoi generi eredi, i conti di Gorizia avrebbero assunto la signoria nei territori meridionali del Tirolo con il titolo di principi. Specie il conte Mainardo II di Tirolo e Gorizia (dal 1259 al 1295 Mainardo IV conte di Gorizia), una volta eseguita la spartizione dell'ereditŕ con Alberto (1271 ), il fratello minore, avrebbe condotto una politica sistematicamente rivolta allo sviluppo delle cittŕ, mirando, non da ultimo, ad assicurare alla propria signoria, che era pur sempre la sovranitŕ di una dinastia straniera, i piů solidi fondamenti (24). Oltre a Innsbruck, Vipiteno (Sterzing), Rio di Pusteria (Mühlbach) e Hall, fu dunque la volta di Merano di beneficiare dei favori di Mainardo II.
Senza risposta rimarrŕ il quesito della prima erezione della chiesa cittadina di S. Nicola: reperibile negli atti a partire dal 1263–66 circa, la costruzione risale effettivamente solo all'epoca di Mainardo II? Oppure, come č alquanto probabile stando alla sua ubicazione, che non sia stata edificata piuttosto durante la fase di fondazione sotto il conte Alberto di Tirolo? In seguito, nel periodo che va dal 1302 al 1465, la chiesa venne cambiata e ampliata finché assunse la forma in cui la vediamo attualmente (25), e per molti secoli rimase una chiesa succursale, dipendente, della parrocchia-madre della cittadina di Tirolo, benché il suo curato si fosse trasferito in cittŕ, in basso, fra il 1661 e il 1665.
La costruzione delle mura cittadine risalirebbe, a parere di Franz Huter, agli anni intorno al 1280 (26). Mainardo II diede degli impulsi determinanti all'economia cittadina istituendo una zecca di proprietŕ dei principi, l'esercizio della quale č documentato giŕ nel 1271; tuttavia, il privilegio „an Meran zu münzen” („di batter moneta a Merano”) venne concesso a Mainardo solamente nel 1271 dal re Rodolfo I di Asburgo (27). Inoltre, lo si deve senz'altro all'iniziativa di Mainardo se a Merano si insediň un banco di prestiti, „casana”, la cui esistenza č dimostrata a partire dal 1287. I primi proprietari furono tre fratelli fiorentini i quali perň nello stesso anno dovettero lasciare Merano in seguito a delitti gravi di cui non si conoscono i particolari (28). Del resto Mainardo, evidentemente per l'impressione suscitata da un tale caso, fece redigere degli appositi statuti per il banco di prestiti di Merano (29).
Sempre nell'epoca di Mainardo II, nel 1271, cade la fondazione di una rilevante istituzione assistenziale della cittŕ, l'Ospedale di S. Spirito (30). Degno di nota č che l'Ospedale non sorgesse entro il proprio territorio cittadino, bensě sulla riva sinistra del Passirio, oltre il nuovo ponte, menzionato fra l'altro per la prima volta, e dove rimase in funzione fino all'inaugurazione del nuovo ospedale di Merano (1905), situato sulla strada della val Venosta; dopo il 1905, l'antico ospedale fu adibito a ricovero per anziani e poveri. La demolizione di questo complesso di antica tradizione storica sarebbe stata riservata al regime fascista che al suo posto fece erigere la Casa del Popolo, esistente ancora oggi, in uno stile che rispecchia l'ideologia da cui traeva ispirazione. Che l'ospedale sorgesse oltre il Passirio non significava peraltro soltanto che era in un comune diverso. Fino al 1808 questo corso d'acqua costituě infatti il confine tra il vescovado di Coira e quello di Trento, e cosa l'ospedale veniva a trovarsi addirittura in una altra diocesi (31). Del resto va ricordato che la fondazione dell'ospedale di Merano fu la prima del genere in tutto il Tirolo. Fra le opere istituite a fini caritativi, non si puň tralasciare il lebbrosario „auf der Meran” („sulla Merano”), presso la chiesetta di S. Leonardo, esistente ancor oggi, sulla strada della val Venosta. Il lebbrosario era ubicato molto al di fuori delle mura cittadine, vicino al limite occidentale dell'abitato. Approssimativamente il ricovero per i lebbrosi dovrebbe essere coevo all'istituzione dell'ospedale, benché se ne abbia traccia nei documenti soltanto a partire dal 1377 (32).
Parlando della figura di Mainardo II, infine, non si puň non ricordare che, sebbene non disponesse di una casa propria a Merano (33), egli attese qui al suo ufficio e sedette a giudizio pubblicamente solo tre volte, e cioč nel novembre e dicembre 1266 (34). Durante il suo lungo governo, durato dal 1259 al 1295, egli non rilasciň tuttavia alcun atto a Merano e, solamente una volta, appose il suo sigillo a Merano, insieme ad altri, quasi nelle vesti di testimone, su un atto che gli era stato indirizzato (35). Tutti questi elementi e la copiositŕ dei documenti che Mainardo redasse soprattutto a Castel Tirolo, ma anche a Monte S. Zeno, significano palesemente che la vita di corte e la residenza non erano in basso, nel centro borghese, bensě in alto, nei castelli principeschi. Di mutamenti non ve ne furono neanche nel corso del comune governo dei figli di Mainardo, i duchi Ottone, Ludovico ed Enrico, negli anni compresi fra il 1295 e il 1299. In tale periodo a Merano venne rilasciato un solo documento, nel 1299, da parte del duca Ottone (36). Con il minore dei fratelli di Ottone, il duca Enrico, re elettivo di Boemia negli anni 1307–10 e principe del Tirolo nel periodo 1310–1335, č probabile che il numero dei documenti redatti a Merano aumentasse alquanto, sebbene manchino ancora delle ricerche in proposito. Con certezza lo sappiamo invece per gli anni in cui governň il suo secondo genero, il margravio Ludovico di Brandenburgo: questi, fino alla sua morte, avvenuta nel 1361, soleva soggiornare a Merano almeno una volta all'anno, e talvolta addirittura per piů giorni, tranne che nel 1345, 1347, 1351, 1355–1357, 1359–1361. Nonostante ciň la sua presenza in Tirolo gravitava ugualmente su Castel Tirolo (37). I duchi d'Austria della casa d'Asburgo che dal 1363 subentrarono a lui e alla sua vedova Margherita Maultasch, soggiornarono invece molto piů raramente a Merano e Tirolo. Sarebbe quindi affatto infondato denominare Merano quale prima cittŕ in cui stabilirono la loro residenza in Tirolo, anche se erano andate sviluppandosi qui manifestazioni analoghe a quelle che si svolgevano nei centri di residenza delle famiglie principesche. La consorte del duca Ottone, ad esempio, nel 1309 fondň „in unsere stat an Meran” („nella nostra cittŕ sulla Merano”), forse soprattutto per le figlie delle casate nobili, il monastero delle Clarisse al Rennweg (via delle Corse) che sarebbe stato poi soppresso nel 1782 dall'imperatore Giuseppe II (38). Oppure, per citare un'altro esempio, il Rennweg stesso, il cui nome, via delle Corse, comprovato sin dal 1426, deriva presumibilmente dai tornei, corsa e trotto allungato, che vi avevano luogo; ed č per questa ragione forse che nel ruolo delle imposte del 1780 (no. di catasto 106 sg.) continua ad apparire con il nome di „Rennplatz” (39). Un confronto si puň fare con l'analogo Rennweg di Innsbruck, sorto ugualmente da una lizza, anche se di epoca posteriore (40). L'originaria denominazione del Rennweg di Merano fu nondimeno „nova civitas”, che incontriamo per la prima volta in documenti dell'anno 1308 (41). Essendovi perň tre case nel 1272 e individuando la piazza centrale del Rennweg, piazza del grano o mercato del grano, nel 1296 quale „forum biadi” e tribunale, „ubi fit Judicium”, (42) č da considerare come certo che persino la costruzione della cittŕ nuova di Merano sia da ricondurre a un progetto di Mainardo II: la cittŕ nuova ci appare disposta dinnanzi al piů antico nucleo cittadino e alla via dei Portici verso il suo tratto inferiore, nell'angolo a destra. Quanto alla popolazione di Merano nel periodo a cavallo fra il 1200 e il 1300, la sua entitŕ č desumibile dal ruolo cittadino delle imposte, l'estimo, secondo cui a quei tempi vi erano 202 abitanti soggetti a imposta (43).

La fisionomia urbana di Merano (fino al 1900 circa)

La Laubengasse (via dei Portici): Fra tutte le cittŕ tirolesi in cui l'architettura della strada principale č caratterizzata da portici o passaggi ad arcate, come si vedono a Bolzano (Bozen), Glorenza (Glurns), Bressanone (Brixen), Vipiteno (Sterzing) e Innsbruck, o il mercato di Egna (Neumarkt) nella Bassa Atesina (44), č proprio di Merano che si ha la prima prova tangibile, documentata della costruzione di simili porticati. Infatti, un libro contabile dei principi nell'anno 1322 registra delle uscite per la costruzione di un tale portico sito in una casa di proprietŕ del principe. Il passo dice testualmente: „pro testudine nova facta ad transitum de una domo ad aliam” (45). E molto probabile che l'edificio in questione fosse quello del Kelleramt, cioč degli „Ufficiali del vino”, che sorgeva dove si trova oggi il nuovo palazzo comunale. Ben presto, come si fa tutt'ora, fra gli abitanti della cittŕ divenne usuale distinguere i portici „a monte” da quelli „a fiume” (Berg- und Wasserlauben); pertanto si chiamano „portici a monte” le schiere di case sul retro, prospicienti il Monte S. Benedetto, mentre quelle che invece, sul retro, danno sul Passirio, sono chiamate „portici a fiume”. Entrambi i gruppi di case compaiono nella copia di un documento, privo di data, stilato intorno al 1350: „ain haus wasser halb und ein haus perghalben” („una casa verso l'acqua, una casa verso il monte”) (46). I passaggi ad arcate veri e propri fiancheggiano senza interruzioni i due margini della Laubengasse -via dei Portici- dai quali prende il nome, e che conserva nondimeno la propria ampiezza. La via Leonardo da Vinci invece, non disponendo di sufficiente spazio per simili passaggi ad arcate, ininterrotti e ad entrambi i lati, ha dei portici isolati e ciň spiega perché di tanto in tanto la si designi con „Piccoli Portici” (Kleine Lauben).
La Laubengasse ha mutato aspetto in epoca recente con l'acquisto e la demolizione dell'edificio confinante a ovest con l'antico palazzo comunale sito alla biforcazione della Mühlgrabengasse (via Fossato Mulino). Lo smantellamento dell'immobile, oltre all'ampliamento del tratto iniziale di questa via, permise pure che, aprendo un varco nella cinta di mura verso sud, si creasse una nuova strada collegante la Laubengasse alla Poststraße, l'attuale Freiheitsstraße-Corso Libertŕ. La strada in questione, chiamata Marktgasse (via del Mercato) per il mercato coperto costruito a livello del suolo nell'anno 1877, dopo la costruzione del moderno palazzo di vetro della Cassa di Risparmio Provinciale, venne ribattezzata in Sparkassenstraße-via della Cassa di Risparmio (47), mentre il mercato coperto, al cui posto sorse il nuovo edificio, era stato trasferito altrove nel 1931. Un ulteriore intervento si operň nel 1913: con la demolizione della Thalguthaus, ornata al suo interno con affreschi di soggetto araldico, si aprě una via d'accesso, rotabile, al Tappeinerweg (via Tappeiner) prolungando verso settentrione la giŕ menzionata Marktgasse (48).
Le porte della cittŕ e il tracciato del muro di cinta: Delle quattro porte esistenti nella prima fortificazione della cittŕ, l'unica che si sia conservata č la Bozner Tor (porta Bolzano) situata al termine di via Leonardo da Vinci, in basso, ossia sulla strada che porta al nuovo ponte Passirio, in direzione di Bolzano. Si suppone che una seconda porta fosse situata allo sbocco della strada che, scendendo dal rione di Steinach, portava in cittŕ. Che questa porta sia esistita non risulta finora dalle fonti disponibili; e lo stesso si dica per le mura della cittŕ che da un lato si dipartivano dalla porta verso il dirupo del Monte S. Benedetto, mentre dall'altro, costeggiando la striscia verde di separazione descritta in precedenza, conducevano in basso, verso l'attuale Sandplatz (piazza della Rena). Malgrado ciň, la loro esistenza ci č ricordata dal fatto che il pianterreno del campanile costruito verso il 1360 venne mantenuto aperto con un passaggio a volta, altrimenti non sarebbe stato possibile fare le processioni al cimitero intorno alla chiesa, che la liturgia prescriveva: infatti le mura terminavano ad est chiudendo il cimitero cui si annetteva direttamente la porta di cittŕ.
La terza delle porte di cittŕ era l'originaria Marlinger Tor, o Ultener Tor (porta Marlengo o Ultimo), menzionata per la prima volta nel 1318 con il nome di „Marningertor” (49). La denominazione di questa porta, dalla quale ha inizio la strada per Marlengo (Marling), sulla riva destra dell'Adige, presuppone fra l'altro che fin dagli anni intorno al 1318 esistesse, probabilmente, anche un altro ponte sul Passirio per questa strada, situato un po' piů a monte dell'attuale Theaterbrücke (ponte Teatro). Utili sono le indicazioni di cui disponiamo sui proprietari degli immobili adiacenti a una casa che sorgeva accanto alla porta: la parte anteriore di questa casa confinava con la strada, il retro invece con le mura cittadine, e un lato della casa, appunto, con questa porta (1415). Quindi possiamo dedurre che la porta medesima si aprisse in un tratto situato piů ad ovest dell'attuale via della Cassa di Risparmio, verso meridione, lŕ forse dove tutt'oggi esiste un passaggio che dalla Mühlgrabengasse porta alla Freiheitsstraße, corso della Libertŕ (50). Priva di data e passata finora inosservata, una pianta, della prima metŕ del Cinquecento, con i campi di Maia Bassa situati sotto l'ospedale meranese di S. Spirito, ci dŕ la veduta della parte meridionale della cittŕ di Merano presentandola come confine settentrionale: la pianta mostra sia la prima porta Marlengo, aperta a sud, che il ponte sul Passirio che era situato in quel punto (51). Per le frequenti ostruzioni del Passirio causate dalle frane, si presume che in epoca posteriore questa porta sia stata chiusa con una muratura poiché essa non č visibile né sul prospetto della cittŕ di Merano del 1649, opera del Merian, né sulle vedute cittadine e piante di data piů recente. Per sostituire questa porta Marlengo, si costruě una nuova, o seconda, Marlinger Tor o Ultener Tor, all'angolo sudovest del nuovo insediamento, di cui discorrevamo in precedenza, ovvero del Rennweg: una porta che non č ancora rappresentata sulla pianta qui citata.
La quarta porta del primo insediamento urbano fu infine la prima Vinschgauer Tor (porta Venostana), di certo non identica con la Vinschgauer Tor rimasta e che č situata all'uscita nord-est del Rennweg. La prima porta Venostana si trovava all'estremitŕ occidentale della Laubengasse (via dei Portici), laddove terminava la cittŕ prima che vi sorgesse il nuovo nucleo della cittŕ nuova e il Rennweg. Una di queste due porte č menzionata per la prima volta nel 1291 (52). Erano le mura, o il muro di cinta, a collegare le prime quattro porte; oggi delle mura non rimane che un rudere, libero, un breve pezzo nell'area dei giardini dietro le case del tratto inferiore dei „portici a monte”. Dietro le case del tratto superiore dei „portici a monte”, sia fino al cimitero e alla chiesa, non era infatti necessario che si costruisse un muro di cinta perché in quel punto era il pendio scosceso del Monte S. Benedetto a fungere da recinzione.
Diversamente dal nucleo urbano piů antico, la piů recente cittŕ nuova non venne mai chiusa con delle mura che ne completassero la parte occidentale; agli inizi fu chiusa soltanto dalla nuova Vinschgauer Tor (porta Venostana) e a sud tramite un adeguato prolungamento delle antiche mura cittadine verso occidente. Dovremo pertanto aggiungere che la nuova, o seconda Vinschgauer Tor viene menzionata, al piů tardi, intorno al 1350 in un documento dal quale risulta confinante con un immobile al cui posto, negli anni 1616–1617, sorse il convento dei Cappuccini, a sud e accanto a questa porta; il convento č ancora esistente (53). Né dietro questo edificio, né nei numerosi atti riguardanti gli altri immobili lungo il Rennweg, si indica tuttavia un muro di cittŕ nel lato occidentale che fungesse da limite. All'assenza di un muro che, diritto, cingesse la cittŕ nuova a occidente, corrisponde anche il tracciato assai irregolare, con sporgenze e rientranze, dei confini dei lotti sul lato occidentale situati dietro gli edifici lungo il Rennweg. A tale riguardo sarŕ perň consigliabile fare un riferimento, istruttivo, anche alle altre due cittŕ tirolesi, ossia Innsbruck e Bolzano, dove intorno alla fine del Duecento si svilupparono dei nuovi nuclei urbani: questi nuclei furono chiusi ugualmente soltanto da torri con porte, ma senza un nuovo muro di cinta. Ritornando alla Marlinger Tor o Ultener Tor, eretta, come dicevamo, innanzi prima del 1649 nell'angolo sudovest della cittŕ nuova, aggiungeremo soltanto che la porta venne demolita nel 1881 per creare il posto necessario all'ampliamento del ginnasio fino all'angolo Rennweg-Neue Bahnhofstraße, l'attuale Freiheitsstraße (corso Libertŕ). Nelle mura di cittŕ, sul lato sud, giŕ in epoca precedente era stata aperta una breccia, nel 1827, onde consentire che il Rennweg immettesse in linea retta nel tratto superiore, il piů antico, della Freiheitsstraße, corso Libertŕ, che allora si chiamava Poststraße. Per concludere non resta ora che accennare che nel periodo compreso fra il 1780 e il 1858 era stato aperto un passaggio attraverso Casa Delago, abbattuta nel 1902, il quale conduceva dal Kornplatz (piazza del Grano), all'area verde delle Maierhofwiesen „auf der Meran” („sulla Merano”). A differenza della mappa catastale del 1858, questo passaggio non č disegnato nella coeva pianta della cittŕ acclusa al ruolo delle imposte dell'anno 1780. Il passaggio č stato sostituito dall'attuale Meinhardstraße, via Mainardo, che costituisce un'importante collegamento fra il Rennweg (via delle Corse) e il quartiere della stazione ferroviaria sorto in concomitanza con la costruzione della ferrovia Bolzano-Merano inaugurata nel 1881.
Da ultimo accenneremo a Passeirer Tor (porta Passirio) che, ubicata all'uscita settentrionale del quartiere di Steinach in direzione della val Passiria, č menzionata per la prima volta in documenti del 1349 (54). Da questa porta ha inizio un muro di sbarramento che conduce in alto fino alla torre di „Ortenstain”, ovvero alla polveriera cittadina della quale parlavamo dapprima. Manca un collegamento con le piů strette mura della cittŕ ed č certo che esso non sia mai esistito. Porta Passirio č cosi una caratteristica porta di sobborgo, come dicevamo, che venne eretta in questo punto di accesso al piů antico nucleo urbano dopo che Merano era giŕ ascesa a cittŕ. La forma attuale di questa torre con porta d'accesso sembra che risalga al secolo XVI, come lo indicherebbero tanto l'affresco con lo stemma della cittŕ e l'anno 1596 apposti in alto sulla facciata della torre prospiciente la cittŕ, quanto le pietre delle guide della cancellata a saracinesca all'esterno della porta, riscontrabili in Tirolo solo in due porte di cittŕ costruite intorno al 1510–1520 a Glorenza (Glurns). Incorporato il rione di Steinach, con la costruzione della porta Passirio nell'area protetta dagli attacchi esterni divenne superfluo che si mantenesse la zona verde, o di tiro, situata fra il nucleo urbano e il suddetto quartiere e che si poteva destinare alle costruzioni. L'edificio di maggior rilievo che vi sorse č quello di Kalmünz menzionato nel 1583 (55).
Il Mühlbach (Rio Molino), Lendbach e Stadtbach: Il Mühlbach, Rio Molino, con un braccio ancora utilizzato all'interno della cittŕ, serviva ad azionare mulini, ferriere ecc. a risciacquare i lavatoi specie per i banchi dei macellai che si trovavano a occidente accanto alla porta Bolzano o dei Beccai, oppure faceva affluire l'acqua necessaria a spegnere gli incendi. Il ruscello ha origine in un bacino artificiale del Passirio che si forma appena sotto lo Steinerner Steg (ponte Romano). Questa sistemazione dovrebbe essere stata realizzata nel secolo XIII, poiché il sopracitato libro fondiario di Castel Tirolo del 1290 circa, registrava giŕ cinque mulini „an Meran” („sulla Merano”). Un libro fondiario del 1388 precisa poi invero che tre di questi mulini erano ubicati „enhalp der prukken” („oltre il ponte”), mentre un quarto si trovava perň addirittura „in der stat an Meran” („nella cittŕ sulla Merano”) (56). Una rappresentazione completa del Mühlbach (rio Molino), con le sue diramazioni, cioč il Lendbach a sud delle mura e lo Stadtbach all'interno della cittŕ, la troviamo ancora nella mappa catastale del 1858.

Gli inizi del governo autonomo della borghesia

Mentre il giudice di Merano, il cui ufficio č comprovato dal 1249, era un funzionario che il burgravio del Tirolo aveva insediato in qualitŕ di suo rappresentante, come si vedrŕ successivamente, l'ordinamento cittadino emanato da re Enrico nel 1317 prevedeva invece l'elezione di quattro cittadini che costituissero un organo di controllo che vigilasse sulla formazione del prezzo del pane e del vino. Poco tempo dopo, i libri contabili del principato relativi all'anno 1324, annotavano la comunicazione che a Merano la ripartizione delle imposte veniva affidata a 12 giudici popolari (57). Nel 1345 avvenne che il burgravio di Castel Tirolo insediasse quale autoritŕ consiliare, per la durata di un anno, un gruppo di 13 cittadini. Nel 1348 il medesimo margravio, Ludovico il Brandeburghese, nelle vesti di principe, insediň un consiglio di 10 cittadini investendoli del compito di operare assieme al burgravio del Tirolo „um der stat nutz, frum und ere” („per il bene, il progresso e l'onore della cittŕ”). Dieci anni dopo, Ludovico decretň che tale consiglio, composto da un numero di membri che, qualora lo si desiderasse, poteva essere accresciuto a 11 o 13, venisse eletto dalla cittadinanza stessa. In virtů del nuovo statuto consiliare emanato dall'arciduca Sigismondo il Danaroso nel 1478, il numero dei membri del consiglio, che nel frattempo era andato aumentando, venne stabilito a 25 (58). Aggiungeremo infine che, a partire dal 1478, a Merano non si fece piů la distinzione fra cittadini e abitanti, bensě solamente fra cittadini e cittadini del consiglio, ossia i cittadini consiglieri. Dunque tutti gli abitanti della cittŕ venivano considerati come cittadini (59).
Quanto al giudice insediato dal principe, cui accennavamo all'inizio, nella prima metŕ del Quattrocento invalse l'uso secondo il quale il consiglio cittadino poteva, da parte sua, proporre una terna di nomi per l'elezione annuale di tale giudice, e che il burgravio del Tirolo, d'altro canto, poteva eleggere a giudice solo colui che fra i candidati avesse rivestito almeno una volta la carica di borgomastro di Merano. Il giudice di Merano vide accrescere inoltre la propria importanza perché con il suo ufficio era associata la carica di giudice provinciale in tutto il „Burgraviato” (Burggrafenamt) (60). Ciň si spiega con il fatto che in origine l'ufficio di giudice di Merano non era un'emanazione della cittŕ, ma del burgravio del Tirolo.
Di conseguenza, benché la sede fosse a Merano, le competenze derivantegli dalla sua carica, facendo egli le veci del burgravio, si estendevano a tutto il mandamento del Burgraviato (61). Nonostante ciň, la carica di giudice del mandamento di Merano, de facto, assorse sempre piů ad ufficio cittadino. Tale situazione, oltre che a manifestarsi con il diritto che era stato concesso alla cittŕ, di proporre una terna di candidati, č confermata dall'acquisto di un apposito edificio, operato addirittura dalla cittŕ, da adibire a „Gerichtshauß” („palazzo del tribunale”); l'immobile venne munito di „Keichen für denen Gefangenen” („celle per i carcerati”) e di un appartamento per il messo del tribunale (62). Nella sua forma piů limitata il tribunale cittadino si riuniva, presieduto da un avvocato, nominato su proposta del giudice. Il numero degli assessori variava. Fin dal tardo secolo XIII, con il bel tempo, la sede del tribunale era ormai sita al Kornplatz (piazza del Grano), di cui dicevamo poc'anzi.
Le piů antiche impronte di un sigillo municipale, uno piccolo e uno grande, che si siano conservate, le troviamo in atti del 1353 („S(igillum) PARVUM CIVITATIS MERANI”, diametro: 39mm) e del 1362 („SIGILLVM CIVITATIS MERANI”, diametro: 65mm) (63). Nell'insegna dei suddetti sigilli municipali su un praticello si elevano le mura cittadine con tre porte e l'aquila tirolese appollaiata sulle mura; lo stemma di Merano presenta pressoché la medesima figura, con la differenza tuttavia che manca il prato e che le mura sorgono immediatamente sul bordo inferiore dello stemma. Una delle piů antiche raffigurazioni dello stemma cittadino l'abbiamo con un rilievo di stemma, del 1450 circa, apposto sul lato esterno di porta Bolzano. Dopo la delibera del municipio, nel 1901, di conformare lo stemma cittadino alla figura del sigillo che siamo venuti descrivendo, nel 1974 si ritornň fortunatamente all'antico stemma della cittŕ, con le sue differenze (64).
A partire dal 1361 vi fu uno scrivano municipale (65), mentre l'ufficio di borgomastro si ebbe dal 1415 (66). In quell'epoca le spese dell'amministrazione cittadina avevano assunto delle proporzioni tali che la cittŕ si vide costretta ad erigere un apposito palazzo municipale. L'edificio scelto a tal fine fu l'antico banco dei prestiti, del quale abbiamo giŕ parlato, situato all'angolo Laubengasse – Mühlgraben (Fossato Mulino), ovvero in via della Cassa di Risparmio; il duca Federico IV vendette l'immobile alla cittŕ nel 1413, non essendo ormai piů utilizzato, palesemente, per la sua destinazione originaria (67). Questo edificio sarebbe rimasto palazzo comunale fino al 1877, anno in cui passň di proprietŕ con la vendita alla Cassa di Risparmio. La cittŕ acquistň invece l'antico palazzo del Kelleramt („Ufficiali del vino”), proprietŕ dei principi, sito dirimpetto al comune, in diagonale, facendone uno spazioso municipio. Questo edificio storico purtroppo venne demolito negli anni 1928–32, e al suo posto sorse una nuova costruzione in stile fascista, improntata alla monumentalitŕ e rappresentativitŕ.

L'ascesa a „capoluogo regionale” e gli inizi del declino della cittŕ

Merano pervenne al suo apice allorché il duca Federico IV, nel 1418, nel corso di un'ampia conferma di privilegi, affermň che „die stat an Meran als ain haubtstat des landes gefreyt und begnadet” („la cittŕ sulla Merano era franca e graziata quale capoluogo del territorio”). Il brevetto rimase valido, ai termini dello statuto, fino all'abolizione della costituzione degli stati provinciali del Tirolo nell'anno 1848 (68). Dal punto di vista politico, in concreto, giŕ in quest'epoca il declino di Merano era iniziato da lungo tempo. In questa evoluzione rientrava anche la chiusura del banco dei prestiti citato innanzi. Con l'assegnazione del Tirolo ai duchi d'Austria, nel 1363, questa regione divenne un gradito ponte con le antiche possessioni degli Asburgo in Svizzera. Castel Tirolo e Merano venivano perň tagliate fuori dal principale collegamento, che sia via terra, quanto via acqua, traversava Innsbruck. Questi motivi avrebbero fatto si che il medesimo duca Federico, che nel 1418 aveva concesso il privilegio a Merano, nel 1420 istituisse la sua „nuova corte” a Innsbruck. Con quest'atto ebbe inizio l'ascesa di questa cittŕ a residenza dei duchi, a centro amministrativo e infine, nel 1849, a capoluogo regionale. Il figlio di Federico, l'arciduca Sigismondo il Danaroso, fece erigere, intorno al 1450–80, dietro il palazzo del Kelleramt („Ufficiali del vino”) della signoria, un suggestivo quartiere d'alloggio che solo nel XIX secolo fu denominato „Castelletto”. Questo fatto non deve tuttavia trarci in inganno, poiché nello stesso periodo lo stesso arciduca fece costruire una Hofburg, un castello di corte imponente e spazioso ad Innsbruck. Merano subě un ulteriore duro colpo quando nel 1477 Sigismondo trasferi anche la zecca della signoria a Hall in Tirolo, malgrado le proteste della popolazione meranese. A Hall infatti il conio delle monete non dipendeva dalle monete d'argento straniere provenienti dalla riscossione dei dazi, le quali venivano poi fuse: l'approvvigionamento della zecca avveniva direttamente dalle vicine miniere di Schwaz (69). Alcuni anni dopo, verso il 1483, con la sistemazione a carrozzabile del Kuntersweg (via Kunter) che attraversava la gola della confluenza dell'lsarco sopra Bolzano, avvenne che si privilegiň definitivamente, rispetto alla strada di Resia, questa via di comunicazione che attraverso il Passo del Brennero collegava nel modo piů breve e agevole l'Italia con la Germania. Successivamente, anche il transito per la strada del Monte Giovo (Jaufenpaß) scemň di frequenza. La diminuizione del traffico comportň pure un sensibile decremento di visitatori delle fiere annuali di Merano a favore di quelle di Bolzano, che nel medesimo torno di tempo crebbero da tre, in origine erano due, a quattro fiere. La fiera di Pentecoste, l'ultima ad essere istituita, segnň in pratica quasi la fine della fiera di Pentecoste che si teneva a Merano e con ironia venne definita addirittura „Meranermarkt”, mercato meranese (70).
Dopo il 1500 anche i governatori del Tirolo trascurarono progressivamente il dovere di risiedere nel castello di origine o nei suoi dintorni. E'anche questa la ragione per cui il „Hofgericht an Meran” („Tribunale di Corte in Merano”), che avrebbe dovuto riunirsi quattro volte all'anno con le funzioni di corte d'appello, venne trasferito da Merano a Bolzano per i ricorsi in appello presentati dalla nobiltŕ (71). Per i ricorsi in appello che presentavano parti non nobili, il tribunale rimase a Merano. Gli stati provinciali che, nel secolo XV, si riunirono piů volte a Merano, dopo il 1526 vennero convocati pressoché esclusivamente alle diete tenute a Innsbruck, mai piů perň a Merano. In breve: a partire dalla seconda metŕ del Quattrocento Merano andň visibilmente decadendo al rango di cittadina di provincia priva piů o meno d'importanza e animata solo da occasionali giorni d'udienza e dalla compagnia di trasporti attraverso il Resia, riformata nel 1530, che a Merano aveva un suo palazzo per i balli di gran gala (posto di trasbordo delle merci) (72). Un voluminoso atto con cui si esposero le lagnanze della cittŕ di Merano alla Dieta tirolese del 1542, sta a dimostrare che i meranesi erano consci di questo permanente declino politico ed economico. Colpisce inoltre che in primo luogo si lagnassero di essere stati privati dei loro predicatori evangelici banditi dalla cittŕ (73).
Un certo miglioramento di questa desolata evoluzione non giunse prima del 1700 con l'insediamento delle Dame Inglesi a palazzo Hohensaal, sito in piazza della Rena, sopra la „Lende”. La loro presenza č associata con la prima istituzione di un collegio femminile (1723). Inoltre si ebbe pure la fondazione di un ginnasio sotto la tutela dei Benedettini di Monte Maria (Marienberg), nell'alta val Venosta, nel loro possedimento sito al Rennweg (via delle Corse) negli anni 1725–27; nel 1736 vi si sarebbe aggiunto il collegio „Rediffianum”. Fu cosě che Merano divenne un centro scolastico regionale. Peraltro, se prescindiamo da isolati momenti d'involuzione, questa tendenza sarebbe proseguita fino ai giorni nostri intensificandosi a partire dal 1970.

Merano diventa stazione climatica e di cura.

Una ripresa economica della cittŕ venne delineandosi soltanto intorno alla metŕ dell'Ottocento. Dopo la pubblicazione di una ricerca sul clima e le potenzialitŕ curative offerte dalla zona di Merano eseguita da Josef Huber, viennese e medico personale della principessa Fürstenberg (74), gradualmente prese a recarsi a Merano, per la cura e il riposo, un numero crescente di facoltosi malati e ospiti provenienti dalla nobiltŕ o dall'alta borghesia di Vienna, oppure da altre metropoli europee. Nel 1850 si istituě un „Fremden-Comité”, comitato per il turismo, e la „Curvorstehung”, la direzione dell'azienda di cura. Nel 1855, 1866 e 1880 seguirono poi dei regolamenti sui metodi di cura: soggetti ad essere continuamente migliorati, questi ebbero una funzione decisiva contribuendo a far si che poco a poco anche Maia Alta (Obermais), Maia Bassa (Untermais) e Gratsch aderissero alla „Direzione dell'Azienda di Cura”. D'ora innanzi si sarebbe dovuto distinguere fra questi quattro comuni, Merano compresa, e la „stazione climatica di Merano” che li includeva tutti e quattro. Determinante fu l'effetto pubblicitario suscitato dai soggiorni invernali dell'imperatrice Elisabetta, negli anni 1870–1872, e di altri membri della casa imperiale. Questi soggiorni li ricordava, fra l'altro, un monumento all'imperatrice austriaca inaugurato nel 1903: il monumento, ripetutamente danneggiato e infine del tutto asportato dai fascisti, venne eretto di nuovo nel 1977.
L'evoluzione che abbiamo descritto venne senz'altro favorita dalla creazione di infrastrutture adeguate, dalle attrezzature di cura (azienda municipale del gas nel 1873, sanatori, il Kurhaus, cioč lo stabilimento di cura nel 1873–74 e nel 1913–14, le passeggiate, il Kurmittelhaus, ovvero la casa dei mezzi terapeutici nel 1905–07 ed altro) e da imponenti alberghi. Incise perň decisamente sullo sviluppo di Merano, a partire dal 1872, il suo collegamento con la rete ferroviaria internazionale. Fra il Rennweg (via delle Corse) e la prima stazione ferroviaria di Merano del 1881, ubicata parallelamente alla via suddetta, cosě come fra la seconda stazione ferroviaria di Merano, costruita in direzione nord-est nel corso del prolungamento della ferrovia fino a Malles (Mals) nell'alta val Venosta (1906) e disposta parallelamente alla vecchia Vinschgauer Straße, oggi Goethestraße (via Goethe), sorse un nuovo quartiere cittadino con molti hotel di mole imponente. La giovane industria alberghiera privilegiň tuttavia Maia Alta (Obermais).
Quanto alla zona nord-ovest della cittŕ, fra la Vinschgauer Straße e il Monte S. Benedetto, fin dal XIV secolo si ha notizia dell'insediamento di varie fattorie come il Tobelhof (75), Gut im Winkel (76) e lo Ottmanngut. In quest'area andň poi sviluppandosi un quartiere di ville e di ricoveri per malati in condizioni economicamente disagiate. Il fulcro di questa zona lo costituě il nuovo Ospedale civico inaugurato nel 1905, lungo la Vinschgauer Straße. Dietro, verso settentrione, sulla carrozzabile di Quarazze (Gratscher Fahrweg), l'attuale Karl-Wolf-Straße, via Karl Wolf, sorse nel 1892 il „Volksschauspielhaus”, il Teatro popolare. Costruito come una casa in legno di stile tirolese, lo scrittore Karl Wolf vi mise in scena le sue apprezzatissime commedie popolari tirolesi. Ma nell'anno 1900 Merano sarebbe diventata centro artistico anche in senso classico, tanto piů che proprio in quell'anno la cittŕ ebbe il suo splendido teatro, eretto nel migliore Jugendstil secondo il progetto dell'architetto Dülfer. Sempre nel 1900, nei campi di Maia Bassa (Untermais) si costruě il primo centro sportivo, concepito per uso multifunzionale che andava dalle corse dei cavalli al golf, dal calcio al tennis (77). Le cittŕ di Merano e Bolzano, dopo aver costituito nel 1898 in societŕ l'azienda „Etschwerke”, dapprima costruirono la centrale elettrica di Toll e nel 1907 un'altra centrale allo sbocco della val Senales (Schnalstal). E'ovvio che, a partire dal 1906, anche Merano e i suoi dintorni a poco a poco venissero coperti da una rete elettrificata di tranvie e ferrovie locali che da un lato giungevano fino a Foresta (Forst) e dall'altro fino a Lana (78). Nel frattempo, questi tratti di ferrovia sono giŕ stati chiusi.
Il carattere internazionale del pubblico che frequentava la localitŕ climatica, rese necessario che, per la prima volta in Tirolo, a Merano sorgessero, e si tollerassero, anche edifici sacri di altre religioni e confessioni. Dunque fu cosě che, a partire dal 1897, si portň a termine la costruzione di una chiesa anglicana, di una chiesa ortodossa russa a Villa „Borodine” e, nel 1900, di una sinagoga israelitica. La chiesa parrocchiale evangelica edificata negli anni 1883–84 č tutt'ora esistente (79). A dispetto di questa armoniosa evoluzione, le tensioni esistenti in Europa e in seno agli stati della Triplice Alleanza non si arrestarono dinanzi alle soglie della stazione climatica di Merano, divenendo tangibili specie nel 1913 con l'avvio della costruzione di una grande caserma nella Gampenstraße (via Palade) a Maia Bassa.
Terminata la I guerra mondiale e passata ormai sotto il dominio del regno d'Italia, l'attivitŕ della stazione climatica potč riprendersi solo gradatamente. La direzione dell' azienda di cura, di provata esperienza e capacitŕ, venne perň disciolta dal governo fascista nel 1923. D'altro canto, nel medesimo anno, i comuni della localitŕ climatica. Maia Alta, Maia Bassa e Grätsch, vennero incorporati da Merano, consentendo cosi un piů intenso afflusso di militari, impiegati statali, lavoratori italiani e persino di imprenditori. Connessa a questo sviluppo č, in particolare, la creazione di una zona industriale, nell'anno 1935, un fattore di degrado dell'ambiente, con un insediamento urbano italiano a Sinigo, al nuovo margine meridionale della cittŕ (80). La fabbrica di silicio, gestita nei primi decenni dalla Montedison, č passata poi negli anni 1980–81 al gruppo Dynamit-Nobel (81). Anche il centro sportivo di Maia Bassa, con le sue gigantesche proporzioni attuali, venne sistemato durante l'era fascista, nel 1927: la lunghezza, affatto ragguardevole del vecchio campo del 1900, divenne la larghezza del nuovo ippodromo. La costruzione del nuovo Palazzo municipale in via dei Portici negli anni 1928–32, e della Casa del popolo accanto alla chiesa dell'Ospedale, in stile gotico, sono opere cui abbiamo giŕ fatto cenno. Inoltre, nel 1931, anche il villaggio montano di Hafling (Avelengo) sito sopra Merano-Maia, venne inglobato nel comune della cittŕ, ma l'atto venne revocato nel 1957.
Nella II guerra mondiale Merano, dichiarata „cittŕ ospedale”, non fu fortunatamente colpita dai bombardamenti, anche se venne rigettata indietro nel suo sviluppo. Dopo il 1945, sotto la Repubblica Italiana, potč riprendere l'evoluzione interrotta dalla guerra. In epoca piů recente le attivitŕ si sono articolate su alcune importanti iniziative. Si sono potenziate le strutture turistiche, con il Centro congressi, le Terme, la zona per le escursioni e gli sport invernali „Merano 2000”; si č arricchita la presenza di istituzioni scolastiche finalizzate alla formazione professionale, per es. lo „School Village Grätsch”. Inoltre si sono creati nuovi quartieri, come quello di Maria Himmelfahrt (Maria Assunta), situato fra la stazione e il fiume Adige, e dal 1976–77 Maia Bassa ovest, fra il Passirio e l'ippodromo, Maia Bassa est, a sud-est del distretto delle caserme. Di gran rilievo č pure l'incremento delle case d'abitazione sia a Sinigo (Sinich) che a Maia Alta-Lazago negli anni 1977–78. Infine, per alleggerire il traffico urbano si sono costruite due tangenziali: intorno al 1973–75 la tangenziale ovest che da ponte Marlengo, costeggiando la sponda sinistra dell'Adige, porta sino a Lagundo-Foresta (Algund-Forst) e la quale sarŕ integrata da una superstrada, in costruzione, fra Merano e Bolzano; poi, nel 1976–78, la cosiddetta tangenziale est e il raccordo di Sinigo (Sinich) attraverso il ponte Nova di Rametz in direzione di Scenna. In questo contesto va menzionato anche il nuovo tracciato, del 1970 circa, della strada della vai Passiria. Questo tracciato non tocca piů Merano-Steinach, ma, fiancheggiando l'antica chiesa dell'Ospedale e Maia Alta, attraverso un imponente nuovo ponte sul Passirio, conduce alle pendici orientali del monte di Castello S. Zeno. Per il centro storico ciň ha significato di certo un miglioramento della situazione del traffico, aggravandola perň per il nucleo urbano di Maia Bassa e Maia Alta (via Roma, via Cavour e via S. Giorgio). Per concludere aggiungeremo che l'attivitŕ turistica di Merano ha visto un notevole miglioramento anche grazie alla strada del Passo di Monte Giovo (Jaufenpaß), aperta al traffico fin dal 1912.
Nel complesso, l'odierna situazione di Merano si puň caratterizzare all'incirca nei termini seguenti: dal censimento per gruppi linguistici del 1981, con rapporti numerici corrispondenti in un certo senso a quelli politici, la popolazione risultava composta da 15.897 italiani, 15.848 sudtirolesi di madrelingua tedesca e 153 ladini; 1.813 abitanti hanno dichiarato di non appartenere ad alcuno dei gruppi linguistici. Nel 1911 il rapporto era invece il seguente: sudtirolesi di lingua tedesca 18.414; abitanti di madrelingua italiana 848; altri 836.
In considerazione degli attuali rapporti fra i gruppi linguistici dal 1980 un italiano e un sudtirolese di lingua tedesca si alternano nella funzione di sindaco per la metŕ del periodo in cui e in carica il consiglio comunale. Fra i problemi di maggior rilievo, non risolti, che l'amministrazione deve affrontare, vi e quello del miglioramento della distribuzione del gas tramite un metanodotto, e ciň malgrado lacostruzione della nuova officina municipale del gas nel 1980–81. Allo stesso modo e attualmente in corso un ulteriore potenziamento della rete idrica per l'acqua potabile, poiché le condotte di acqua sorgiva di Merano e Maia, proveniente dalla Nova, dalla val di Sprons, Saltusio (Saltaus) e da Schweinsteg in val Passiria, furono costruite negli anni 1886–87, 1900–1901 e 1907, mentre la trivellazione di pozzi in gran profondita inizio dopo il 1948. Anche la costruzione del nuovo Ospedale regionale costituisce un problema di rilievo, malgrado il considerevole contributo prestato dall'Ospedale di traumatologia e ortopedia Lorenz Bohler, sorto negli anni 1953–54. Gli sforzi compiuti nel campo scolastico, li abbiamo gia menzionati in precedenza. Nei nuovi quartieri di Maia Bassa est, Maia Bassa ovest e Sinigo sono sorte, come nei progetti, delle zone artigianali. Infine, quanto alla composizione sociale degli ospiti della stazione climatica, dopo il 1945 e andato delineandosi un mutamento, con il passaggio dai ceti sociali elitari e facoltosi a un turismo di massa.
Franz-Heinz Hye (trad.it. Luigi Materazzi)

Anmerkungen

(1) Ai fini della redazione dell'atlante, dei ragguagli precisi sui luoghi dei reperti ci sono stati forniti da R. LUNZ (Bolzano); sul tema cfr. le sue opere Ur- und Frühgeschichte Südtirols. Rätsel und Deutung, 1973. Id. Urgeschichte des Raumes Algund-Gratsch-Tirol, 1976.
(2) K. VÖLKL, Der Obere Weg. Die via Claudia Augusta auf der Strecke von Bozen bis Landeck, in: Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes, voll. V-Vll ( = Der Obere Weg, Bozen 1965/67), pp. 89–102. – F. H. HYE, Algund bei M. Historisches Antlitz einer Tiroler Dorfgemeinde, Algund 1986, pp. 15–31.
(3) O. TRAPP- M. HÖRMANN-WEINGARTNER, Tiroler Burgenbuch, vol. 2, 1973, pp. 117 sgg.
(4) F. HUTER, Tiroler Urkundenbuch, vol. I/1, 1937, p. 18, n. 27 e vol. I/2, 1949, p. 201, n. 767. – O. STOLZ, Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden, vol. 3/2. Teil, 1932, p. 184, nn. 1 e 7. – Sull'argomento cfr. B. MAZEGGER, Chronik von Mais, Obermais, 1905.
(5) Tiroler Landesarchiv ( = TLA) Urbar 2/1, fol. 5v. Nel TLA questo libro fondiario porta la data dell'anno 1285. Una copia del medesimo libro fondiario presso il Landesarchiv Bozen (Archivio regionale di Bolzano), segnatura CCT. 2, ha la scritta „Tirol 1290”.
(6) In un accordo fra le fondatrici del convento delle Clarisse in Merano e un rappresentante del vescovo di Coira, concernente l'esenzione del convento dall'unione con la parrocchia Tiralo, si pattuisce che per l'esenzione si corrisponda una determinata somma annuale „der pharr ze Tyrol, da ez inne leit”. Cit. STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 248 f., n. 6a.
(7) K. ATZ – A. SCHATZ, Der deutsche Anteil des Bistums Trient, vol. 3,1905, pp. 172–194. – W. DUSCHEK e F. PICHLER, M. wie es war 1900–1930, 1983, p. 94: poiché il parroco di Tirolo risiedette a Merano a partire dal 1661–65, la separazione di M. da Tirolo č stata interpretata, illogicamente, come se la parrocchia di Tirolo fosse diventata autonoma e le si fosse assegnato il suo primo parroco nel 1921.
(8) TRAPP- HÖRMANN-WEINGARTNER, op. cit. nota 3, pp. 112 sgg.
(9) K. FINSTERWALDER, Der Name M., in: Der Schlern Jg. 48, 1974, pp. 31 sgg. – HUTER, Tiroler Urkundenbuch vol. I/1, 1937, pp. 11 sg., n. 15.
(10) TLA, Urbar 2/1, fol. 3r.
(11) STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 197, n. 100.
(12) Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien. H. WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Tirol und Görz, Herzoge von Kärnten, vol. II/1: Die Regesten Meinhard (I) 1271–1295, 1952, p. 138, n. 521: la formulazione di quel regesto č tuttavia inesatta, Il testo originale dice: „de una pecia terre iacente in burgo Marani (!) cum vineis et sine vineis et cum domibus ab una parte et ab alia communis, a tercia aqua Pasarani”.
(13) H. v. VOLTELINI, Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen des 13. Jahrhunderts, (= Acta Tirolensia, vol. II/1, 1899) n. 875, 879, 896 sg. e 931 (”ad proximum festum pentecosten supra forum Mairani”), nonché n. 651, 684 sgg. e 765 („ad proximum festum sancti Martini supra forum Mairani”).
(14) HUTER, Tiroler Urkundenbuch, vol. I/3, 1957, pp. 145 sg., n. 1102.
(15) K MOESER, M. die alte Hauptstadt des Landes Tirol, in: M. hundert Jahre Kurort, B. POKORNY a. c, 1936, pp. 147 sg. – VOLTELLINI, op. cit. nota 13, nn. 43, 44, 221.
(16) Cfr. nota 13.
(17) Cfr. nota 14.
(18) HYE, Hall in Tirol – Gründung und Werdegang einer Salzstadt, in: Beiträge zur Geschichte der Städte Mitteleuropas, W. RAUSCH b. c., vol. 10, 1987 (in stampa).
(19) MOESER, op. cit. nota 15, p. 148.
(20) H. v. VOLTELLINI-F. HUTER, Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen des 13. Jahrhunderts ( = Acta Tirolensia, vol. 4,1951 ), p. 197, n. 299. – STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 185, n. 9 sg.
(21) MOESER, op. cit. nota 15, p. 148 (purtroppo senza indicare la fonte). – O. GLUDERER, M. unter Herzog Sigismund 1439–1490, M. 1981, p. 4, scrive che M. „č chiamata cittŕ per la prima volta nel 1215”, senza tuttavia indicarne, ugualmente, la fonte. Inoltre la sua affermazione contraddice l'indicazione del MOESER, storico molto scrupoloso.
(22) P. C. STAMPFER OSB., Geschichte von M. der alten Hauptstadt des Landes Tirol, 1889, p. 345 (pubblicazione di un privilegio della signoria del 1305). – F. KOGLER, Das landesfürstliche Steuerwesen in Tirol bis zum Ausgange des Mittelalters, in: AfÖG, vol. 90, 1901, p. 642, nota 5.
(23) Ibid., p. 637, nota 2, e p. 642, nota 6, dove si parla di uscite „pro muro civitatis reparando” nell'anno 1314. Cfr. nota 38.
(24) WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, Pfalzgrafen in Kärnten, vol. 1, 1949, nn. 620, 868.
(25) MOESER, Zur Baugeschichte der drei M. Gotteshäuser aus der Zeit der Gotik, in: Schlern-Schriften, vol. 139, 1955, pp. 119–126. Le ulteriori spiegazioni del MOESER nell'op. olt. fino a p. 130, riguardano la cappella di S. Barbara al vecchio cimitero presso S. Nicola (costruito nel 1422–27) e la chiesa dell'Ospedale di S. Spirito, la cui costruzione, nella forma attuale, risale al 1425–32).
(26) HUTER, Handbuch der historischen Stätten Österreich, vol. 2, 1966, p. 536. Nel 1304 un cittadino di M. ottenne un'esenzione dalle imposte da parte del duca Ottone, a titolo di indennizzo perii pregiudizio arrecato a una vigna „dadurch man die statmaur an Meran gefürt hat”, (”attraversata dalle mura di M.”) (cit. MOESER, M. die alte Hauptstadt, p. 152).
(27) WIESFLECKER, Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, vol. l, n. 868 – Id., Die Regesten Graf Meinhards II. (I,), cfr. nota 12, n. 104. – Sul tema cfr. H. MOSER – H. RIZZOLLI – H. TURSKY, Tiroler Münzbuch, 1984, pp. 40–46, in cui RIZZOLLI dimostra che solo le monete meranesi coniate dopo il privilegio del 1274 hanno anche l'aquila del Tirolo, mentre in precedenza si usavano altre effigi. Per la storia della zecca di Merano sita in un fabbricato „wasserhalben”, ossia „a fiume”, cfr. H. MOSER – H. NORZ – H. TURSKY, Die M. er Kreuzerprägung unter den Herzogen Rudolf IV. bis Friedrich IV., in: Haller Münzblätter, vol. 4, Hall i. Tirol 1965, pp. 129–204. – E. MAILÄNDER, Die M.er Münzstätte, in: Der Schlern, Jg. 41, 1967, pp. 388–403.
(28) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II. (I.), n. 526. Inoltre cfr. VOLTELLINI, Die ältesten Pfandleihbanken und Lombardprivilegien Tirols. ( = FS zum 27. Deutschen Juristentage, 1904) pp. 1–69.
(29) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II. (I.), n. 758.
(30) Ibid. n. 7. All'ospedale dei poveri erano annessi fin dall'inizio la chiesa e il cimitero. Cfr. nota 25. – DUSCHEK e PICHLER, op. cit. nota 7, p. 27.
(31) J. GELMI, Kirchengeschichte Tirols, 1986, p. 164. Cfr. nota 7.
(32) STAMPFER, p. cit. nota 22, p. 46.
(33) WIESFLECKER, Die Regesten Graf Meinhards II., op. cit. nota 12, n. 271.
(34) Id., Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, op. cit. nota 24, n. 764/1 -3.
(35) Op. cit. nota 33, n. 169 del 1276.
(36) TLA, Cod. 18, fol. 74 r. Un itinerario dei duchi Ottone, Ludovico ed Enrico, il piů completo possibile, non ancora pubblicato, č stato redatto dall'A. nel corso dei lavori preliminari al volume relativo del Tiroler Urkundenbuch.
(37) F. H. HAUG, Beiträge zum Itinerar Ludwigs V. des Brandenburgers, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 5, 1908, pp. 133–144.
(38) L'originale dell'atto di fondazione č conservato nel Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum a Innsbruck, segnatura U 43. – Sul tema cfr. P. M. STRAGANZ OFM., Zur Geschichte des Klarissenklosters M. in den ersten 200 Jahren seines Bestandes, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 4, 1907, pp. 117–158.
(39) Originale nell'Archivio civico di M.; cfr. nota 53.
(40) HYE, Innsbruck – Geschichte und Stadtbild (= Sonderband der Tiroler Heimatblätter zum 800 -Jahr-Jubiläum der Stadt Innsbruck, 1980) p. 45.
(41) MOESER, M., op. cit. nota 15, p. 152.
(42) STOLZ, Politisch-historische Landesbeschreibung von Südtirol ( = Schlern-Schriften, vol. 40, 1937, rist. 1971 ), p. 133, nota 2. Cfr. nota 53.
(43) E. WIDMOSER, M.er Stadtsteuerliste von 1304, in: Veröffentlichungen des Museum Ferdinandeum, vol. 31, 1951, pp. 681–689.
(44) Cfr. HYE, Rathaus, Stadtturm und Lauben in Innsbruck. Grundzüge ihrer Entstehungsgeschichte, in: Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs N. F. Bd. 3, 1972, in particolare pp. 110–116. – Id., Neumarkt. Historisches Antlitz eines trientinisch-tirolischen Burgum, in: Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes, vol. 9, 1980, in particolare pp. 133 sgg.: E'comprovato che ad Egna fin dal 1274 vi fossero dei porticati dinanzi alle abitazioni („sub porticu domus”).
(45) J. RIEDMANN, Adelige Sachkultur Tirols in der Zeit von 1290 bis 1330, in: Adelige Sachkultur des Mittelalters (= Veröffentlichungen des Instituts f. Mittelalterliche Realienkunde Österreichs, n. 5, 1982) p. 107, nota 5.
(46) TLA; Cod. 18, fol. 77. STOLZ, Die Ausbreitung des Deutschtums, p. 192, n. 68.
(47) Bote für Tirol 1868, n. 299, p. 1502; Bote für Tirol 1869, n. 133, p. 694. – Sull'argomento cfr. E. PERATHONER, M. er Häuserchronik 1780–1964. Ungedr. phil. Diss. (tesi di laurea non pubblicata), Innsbruck 1964, vol. 2, tab. n. 131.
(48) DUSCHEK-PICHLER, op. cit. nota 7, p. 53.
(49) STAMPFER, op. cit. nota 22, p. 38. Che questa porta e un prato fossero situati in „Merani extra portam per quam itur versus Merningam”, č menzionato anche in un rogito del 1328 (cit. da: H. KARNER, Die Tätigkeit des Notars David von Meran. Teiledition seiner Imbreviatur aus dem Jahre 1328. Ungedr. geisteswiss. Diss. (tesi di laurea non pubblicata) Innsbruck 1985, p. 113, ed. n. 40).
(50) STAMPFER, loc cit, p. 381, atto n. 43. – Id., Geschichte der Stadtmauern von M., in: Programm des k. k. Obergymnasiums in M. 1887/88, M. 1888, pp. 3–30, in particolare a p. 14 questo fabbricato č collocato erroneamente a nord, accanto alla piů recente Ultener Tor e al Rennweg, poiché l'A. non sapeva che a partire da questa torre con porta non č mai esistito un muro di cinta che andasse verso nord, fino alla seconda Vinschgauer Tor, né che il terreno in questione, a nord, accanto all'Ultener Tor, fino al 1858 fosse ancora privo di costruzioni.
(51) TLA, Plan aus der Hofregistratur A XII, pos. 1. L'accenno a questo importante documento topografico lo devo al dott. Heinz MOSER del TLA.
(52) Atto originale del 1291 conservato nell'Archivio civico di M. Il passo dice: „ante portam versus vallem Venustam ducentem”. – Sull'argomento cfr. MOESER, M., op. cit. nota 15, p. 152.
(53) TLA, Tirolischer Lehenauszug fol. 1073–1074 v; inoltre, Libri fragmentorum 5, fol. 371. – Per ulteriori informazioni sui proprietari confinanti di case lungo il lato occidentale del Rennweg riferite agli anni 1426, 1437, 1438, 1458 ecc., si rinvia a P. J. RIEF, Beiträge zur Geschichte des ehemaligen Karthäuserklosters Allerengelberg in Schnals, in: Programme des Öffentlichen Obergymnasiums der Franziskaner zu Bozen 1904 sgg, n. 227, 272, 284, 385. – La piů remota menzione di una casa, e di entrambe le case attigue, sul Rennweg, risale giŕ al 1272, ove si parla addirittura di „domus in prato” con cui, a prescindere dalle suddette due case attigue, confina in alto la strada e in basso il prato: „Cohaeret autem . . . domui a superiori via et sfrata, ab alio latere domus Schreidonis burgravii et ab alio domus Ingrami et ab altero pratum”, cit. da STRAGANZ, Die Edlen von Angerheim und Neuberg, in: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs Jg. 1, 1904, p. 9.
(54) STAMPFER, Geschichte von M., op. cit nota 22, p. 335.
(55) J. UNTERER, Die Ansitze von Mais und M., Phil. Diss. Innsbruck, Brixen 1972, pp. 187 sgg.
(56) Archivio di Stato di Bolzano, CCT. 18, fol. 2.
(57) KOGLER, op. cit nota 22, p. 641.
(58) Tutti gli atti consiliari qui citati sono stati editi da STAMPFER, op. cit. nota 22, pp. 346–391. – Sul tema cfr. un regolamento municipale del 1340 e. in: STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 262, n. 24.
(59) GLUDERER, op. cit. nota 21, pp. 36 sg.
(60) GLUDERER, loc. cit, pp. 27, 65.
(61) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, pp. 123–133.
(62) STAMPFER; Geschichte von M., op. cit. nota 22, p. 145. – Steuerkataster von M. 1780, cat. n. 37.
(63) MOESER, Siegel und Wappen der Stadt M. in alter Zeit, in: M. 100 Jahre Kurort, op. cit. nota 15, pp. 174–178. – Sul tema della prima comparsa del grande sigillo della cittŕ integrare consultando STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 283, n. 49.
(64) Amtsblatt der Region Trentino-Südtirol 1974, n. 41, p. 1628. (GU della Regione Trentino-Alto Adige 1974, n. 41).
(65) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, p. 123.
(66) GLUDERER, op. cit. nota 21, pp. 168 sgg.
(67) STAMPFER, Geschichte von M.,p. 49. – PERATHONER, op. cit. nota 47, vol. 2, tab. 132. – „Des Burggrafenamtes Volks- und Hauskalender” 1932, pp. 77 sg.
(68) STAMPFER, Geschichte von M., p. 383. – Sul tema cfr. HYE, M. und Innsbruck – Das Problem der Landeshauptstadt in Tirol, in: Alpenregion und Österreich (FS für Hans Kramer, 1976) pp. 47–55.
(69) K. MOESER-F. DWORSCHAK, Die große Münzreform unter Erzherzog Sigmund von Tirol, 1936. – H. MOSER-H. TURSKY, Die Münzstätte Hall in Tirol, 1977, pp. 15 sgg.
(70) HUTER, Die Quellen des Meßgerichtsprivilegs der Erzherzogin Claudia für die Boznermärkte (1635). ( = Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst 1927, Bozen 1927), p. 17, nota 28.
(71) STOLZ, Landesbeschreibung von Südtirol, pp. 258–263.
(72) E. PRIETH, Beiträge zur Geschichte der Stadt M. im 16. Jahrhundert, M. 1957, pp. 62 sgg. – Sul tema cfr. HYE, Algund, op. cit. nota 2, p. 32.
(73) STAMPFER, Geschichte von M., pp. 75 sgg.
(74) J. HUBER, Ueber die Stadt M. in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima. Nebst Bemerkungen über Milch-, Molken- und Traubenkur und nahe Mineralquellen, Wien 1837, rist. M. 1985.
(75) RIEF, op. cit. nota 53, regesto n. 106 (1383).
(76) STOLZ, Ausbreitung des Deutschtums, p. 188, n. 40 (1289).
(77) E. ROCHELT, Die Entwicklung M. als Kurort, in: Kurort M. Den Festgästen der 77. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte, M. 1905, pp. 41–71.
(78) Le informazioni sull'argomento, oltre a tante altre indicazioni, sono contenute dall'accurata guida di F. W. ELLMENREICH, M. und Umgebung, M. 1909, pp. 48 sgg.
(79) B. POKORNY, Aus M.s Werdezeit 1870–1900, M. 1929, pp. 125–158.
(80) DUSCHEK-PICHLER, op. cit. nota 7, pp. 101 sg.
(81) Dolomiten 1981, n. 141.

Franziszeischer Kataster mit Legende



MERAN, 1858
Quellennachweis:
Katastral-Plan der Gemeinde Stadt Meran sammt Enclave Gratsch in Tirol, Brixner Kreis, Provinz Tirol, Steuerberzirk Meran (Franziszeischer Kataster) 1:2.880, 1858. – Katastral-Plan der Gemeinde Mais sammt den Ortschaften Freyberg, Hagen, Labers, Ober und Unter Mais in Tirol, Brixner Kreis, Provinz Tirol, Steuerberzirk Meran (Franziszeischer Kataster) 1:2.800, 1858. – Katastral-Plan der Gemeinde Tirol sammt Enclave Kuens in Tirol, Brixner Kreis, Provinz Tirol, Steuerberzirk Meran (Franziszeischer Kataster) 1:2.880, 1858. – Katastral-Plan der Gemeinde Algund 1. ter Theil in Tirol, Brixner Kreis, Provinz Tirol, Steuerberzirk Meran (Franziszeischer Kataster) 1:2.880, 1858. – Von allen genannten Katastralplänen befinden sich die Exemplare ohne Parzellennummern im Tiroler Landesarchiv, die Exemplare mit Parzellennummern beim Katasterdienst der Region Trentino-Südtirol (Servizio catasto, Regione Trentino – Alto Adige). – Original Bau-Parzellen-Protocoll der Stadt Meran im Brixner Kreis, Steuerbezirk Meran, Bruneck, 14. November 1858. – Original Bau-Parzellen-Protocoll der Gemeinde Mais sammt Ortschaften Ober und Unter Mais, Hagen, Labers und Freyberg im Brixner Kreis, Steuerbezirk Meran. Sterzing, 4. Dezember 1858. – Die Original der genannten Bauerparzellenprotokolle befinden sich im Assessorat für Grundbuch und Kataster zu Bozen (Assessorato per il libro fondiario e il catasto).
Die Objekte Mesnerhaus, Post, Schulhaus, Städtische Fleischbank, Städtisches Feuerspritzenmagazin, Städtisches Zollhaus, Wasserstube der Stadt Meran und „Widum” mit Hauskapelle, wurden gegenüber dem Originalkataster farblich auf Öffentliche Gebäude abgeändert. Das Stauwehr wurde nachgetragen und der Verlauf des Lendbaches korrigiert. Weiters wurden sämtliche Teile der Stadtmauer mit Ausnahme ihres Verlaufes im Süden nachgetragen.
Höhenlinien: Für das Stadtgebiet von Meran existieren keine Grundlagen, aus denen ein flächendeckendes Höhenliniennetz erarbeitet werden kann. Es wurden daher Höhenpunkte in Auswahl aufgenommen. Quelle: Amt für Statistik und Studien, Stadtgemeinde Meran (Ufficio Studi e Statistica, Comune di Merano).
© Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien
Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung, Linz – Wien
Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Geographische Lage: 12°27'08” ö. L. v. Gr., 46°40'15” n. Br. (bezogen auf die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, Seehöhe 319,73 m).
Die Bezeichnungen der Höhenpunkte sind in Metern über dem Normal Null (Mittelwasser des Ligurischen Meeres bei Genua) angegeben.
Bearbeitung: Erich Kopecky und Manfred Swoboda
Kartographie: Michael Sellinger und Manfred Swoboda
Verlag: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Druck: Kartographische Anstalt Freytag – Berndt und Artaria, Wien
3. Lieferung 1988

Wachstumsphasenkarte mit Legende

Vollständige Beschreibung der in der Karte mit Nummern versehenen Objekte:
1 Stadtkirche St. Nikolaus (vor 1263/66, Umbau 1302 bis 1465, Pfarrkirche seit 1921)
3 Mesnerhaus (nach 1780)
5 Oberes Stadttor (13.Jh. Lage unsicher)
6 „Santkirch” (vor 1780, 1881 abgebrochen)
7 Mariensäule (vor 1780, neu errichtet 1801)
8 Fleischbank (1311) in der Metzgergasse
11 Städtische Sägemühle (vor 1780, vor 1858 in Privatbesitz)
16 Leihbank oder „Wucherhaus” (genannt 1287) – Rathaus (1413 bis 1877)
19 Landesfürstliche Münzstätte in einem Hause der Wasserlauben (vor 1271 bis 1477; Standort nach quellenmäßig nicht belegter, lokaler Tradition)
20 „Naggelter Steg” (vor 1649 bis 1906)
21 Glockengießerei (vor 1772)
22 Schwimmbad (um 1840)
23 Untere Passerbrücke (um 1318 bis 16. Jh.)
24 Brauhaus (19. Jh.)
25 Färbermangel (vor 1780)
27 Landesstraße (17./18. Jh.)
33 Passerbrücke (vor 1271)
34 Spitalsmühle (vor dem 16. Jh.) – Bauernhof (1858)
35 Spitalskirche zum Hl. Geist (errichtet 1271, 1419 durch Passerhochwasser zerstört, 1425 bis 1450 neu errichtet) mit Spitalgebäude
36 Zweiter Friedhof (14. Jh. bis 1906)
38 Post (nach 1780)
39 Ansitz Hohensaal (um 1580) – Institut der Englischen Fräulein (1723) mit Herz-Jesu-Kapelle (1778)
41 Lendbach (13. Jh.)
43 St. Georg (vor 1273)
45 Ansitz Kalmünz (16. Jh.)
47 Scharfrichterhaus (ab 1488) Oberes „Frauenhäußl” (errichtet 1449), Unteres „Frauenhäußl” (errichtet 1449)
48 Stauwehr (13. Jh.)
49 Steinerner Steg (errichtet 1616/17)
50 Passeirer Tor (vor 1349)
51 Turm Ortenstein mit Wohnhaus (13. Jh., erstmals genannt 1313), Sitz des Burggrafen von Tirol (? 14./15. Jh.) – Städt. Pulverturm (ab 1626)
52 Widum”, Sitz des Pfarrers von Tirol-Meran (1665–1864) mit Hauskapelle (vor 1858)
56 „Mitterbad” (vor 1780)
57 „Unterbad” (vor 1780)
60 Fürstenhaus (um 1450/80, seit dem 19. Jh. „Landesfürstliche Burg” genannt) mit Kapelle St. Oswald bzw. St. Leopold
63 Erstes Vinschgauer Tor (genannt 1291)
64 Kapelle St. Katharina (vor 1309, aufgehoben 1782)
68 Klarissenkloster St. Clara (1309, aufgehoben 1782)
72 Neustadt (um 1300)
77 Besitz des Klosters Marienberg (1423) – Ansitz Löwenbrunn (genannt 1689)
78 Benediktinergymnasium (1725/27) mit Schülerkonvikt „Rediffianum” (1736)
81 Bürgerliche Schießstätte (vor 1649, 1772 durch Passerhochwasser zerstört, neu erbaut 1850), Schützenhaus mit erstem Kursaal (1850)
83 Erstes Marlinger oder Ultener Tor (vor 1318 bis 16./17. Jh.)
84 Gerberei (vor 1780)
87 Sondersiechen- oder Leprosenhaus bei St. Leonhard (vermutlich 13. Jh., genannt 1377)
90 Ottmangut (14. Jh.)
91 Tirol, Muttergemeinde und -pfarre (bis 1921) der Stadt Meran
92 „castrum Maiense” mit Burgkapelle Zeno (5. Jh.) – Burg Zenoberg (13. Jh.)
93 Hof Winkel (1366) – Ansitz (1646)
94 „Unterer Tiergarten” (vor dem 16. Jh.)
96 Mais (931) – Obermais (ab ca. 1264)
97 „Hof an der Gazzen” (12./13. Jh.) – Ansitz Knillenberg (ab 1518)
100 „Tiergarten-Mühle” (vor dem 16. Jh.) – Besitz des Spitalsfonds (1858)
101 Stamser Mühle (vor dem 16. Jh.)
102 Mais (931) – Untermais (ab ca. 1264)
106 Turm in Untermais (Suppanturm)
ARBEITSGRUNDLAGEN (in Auswahl)
Adreßbuch des Kurortes Meran (Meran, Untermais, Obermais, Gratsch) der Gemeinden des Gerichtsbezirkes Meran und der Gemeinde Lana. 8. Auflage, Meran 1909. - Karl Atz – Adelgott Schatz, Das Dekanat Lana und Meran (Der deutsche Anteil des Bistums Trient, Band 4, Bozen 1907). – Marie Luise Christanell-Hofer, Das Institut der Englischen Fräulein zu Meran (1723-1923): Gründung-Entwicklung-Tätigkeit. Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1978. – Wolfgang Duschek-Florian Pichler, Meran wie es war 1900–1932. Meran 1983. – Othmar Gluderer, Beiträge zur Geschichte Merans im 17. Jahrhundert. Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1961. – Othmar Gluderer, Meran unter Herzog Sigismund 1439–1490. Meran 1981. - Alois Greiter, Beiträge zur Geschichte der Stadt Meran von 1814 bis 1860. Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1971. – Johann Huber, Ueber die Stadt Meran in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima. Nebst Bemerkungen über Milch-, Molken- und Traubenkur und nahe Mineralquellen. I. Auflage, Wien 1837; anastatischer Nachdruck, Meran 1985. – Franz Huter, Tiroler Urkundenbuch, Band 1/1. Innsbruck 1937. - Franz-Heinz Hye, Meran und Innsbruck – das Problem der Landeshauptstadt in Tirol. In: Alpenregion und Österreich (= Festschrift für Hans Krämer), Innsbruck 1976, Seite 47–55. – Bernhard Mazegger, Die Römer-Funde und die römische Station in Mais (bei Meran). 3. Auflage, Innsbruck 1896. – Bernhard Mazegger, Chronik von Mais. Obermais 1905. – Karl Moeser, Zur Baugeschichte der drei Meraner Gotteshäuser aus der Zeit der Gotik. In: Schlern Schriften 139, Innsbruck 1955, Seite 119-130. – Caroline Musil, Beiträge zur Geschichte Merans im 18. Jahrhundert (bis 1792). Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1965. – Engelbert Perathoner, Meraner Häuserchronik 1780–1964. Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1964. – Bruno Pokorny, Aus Merans Werdezeit 1870–1900. Meran 1929. – Bruno Pokorny, Festschrift Meran – 100 Jahre Kurort 1836–1936. Innsbruck 1936. – Elias Prieth, Beiträge zur Geschichte der Stadt Meran im 16. Jahrhundert. Meran 1957. – E. Rochelt, Die Entwicklung Merans als Kurort. In: Kurort Meran. Den Festgästen der 77. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte. Meran 1905, Seite 41–71. – P. Cölestin Stampfer OSB, Geschichte der Stadtmauern von Meran. In: Programm des k. k. Obergymnasiums in Meran 1887/88. Meran 1888, Seite 3–30. - P. Cölestin Stampfer OSB, Geschichte von Meran der alten Hauptstadt des Landes Tirol. Innsbruck 1889. – Gertraud Steinpach, Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte der Filialpfarre St. Nikolaus in Meran im 15. und 16. Jahrhundert (mit lohn- und preisgeschichtlichen Zusammenstellungen). Ungedr. phil. Diss., Innsbruck 1979. – Otto Stolz, Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden. Band 3/2, München 1932. – Otto Stolz, Politisch-historische Landesbeschreibung von Südtirol (= Schlern Schriften 40, Innsbruck 1937) Neudruck Bozen 1971. – Otto Stolz, Meran und das Burggrafenamt im Rahmen der Tiroler Landesgeschichte (-Schlern Schriften 142, Innsbruck 1956). – Max Straganz OFM, Zur Geschichte des Klarissenklosters Meran in den ersten 200 Jahren seines Bestandes. In: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs, Jg. 4, Innsbruck 1907, Seite 117-158. – Oswald Trapp-Magdalena Hörmann-Weingartner, Tiroler Burgenbuch Band 2, Bozen 1973. – Josef Unterer, Die Ansitze von Mais und Meran. Brixen 1972. – Hans von Voltelini, Die ältesten Pfandleihbanken und Lombardenprivilegien Tirols. In: Beiträge zur Rechtsgeschichte Tirols (= Festschrift zum 27. Deutschen Juristentage), Innsbruck 1904, Seite 1–69. – Karl Völkl, Der Obere Weg. Die via Claudia Augusta auf der Strecke von Bozen bis Landeck. In: Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes Band V–VII, Bozen 1965/67, Seite 89–102. – Eduard Widmoser, Meraner Stadtsteuerliste von 1304. In: Veröffentlichungen des Museums Ferdinandeum 31, Innsbruck 1951, Seite 681–689.
QUELLEN DER KARTENGRUNDLAGEN
Siehe auch Quellennachweis des Kartenblattes Meran 1858 (Franziszeischer Kataster). – Funde der Ur- und Römerzeit nach Angaben von Reimo Lunz (Stadtmuseum Bozen). – Unbekannter Zeichner, Planansicht der nahe der Passer gelegenen Gebiete von Untermais mit einer Ansicht der Stadt Meran und ihrer Brücken von Süden (um 1553/60), Tiroler Landesarchiv, Signatur: Hofregistratur A XII, Position 1. – Matthaeus Merian, Merania-Meran (von Süden her), 1649, aus: Matthaeus Merian, Topographia Provinciarum Austriacarum ..., Franckfurt am Mayn 1649, (Faksimileausgabe mit einem Nachwort, hg. von Lucas Heinrich Wüthrich, Kassel und Basel 1963) nach Seite 146. – Benedikt Auer, Vogelschau der Stadt Meran von Süden, um 1770. (Stadtmuseum Meran). – Katasterplan Meran, 1780. Handzeichnung, beigebunden dem Steuerkataster von 1780. (Stadtarchiv Meran).
© Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien
Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung, Linz – Wien
Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Entwurf: Franz-Heinz Hye
Bearbeitung: Erich Kopecky und Ferdinand Opll
Kartographie: Hans-Michael Putz
Verlag: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Druck: Kartographische Anstalt Freytag – Berndt und Artaria, Wien
3. Lieferung 1988

Umlandkarte (frühes 19. Jahrhundert)

QUELLE: Franziszeische Landesaufnahme, Gefürstete Grafschaft Tirol, 1: 28.800, B IX a 290, Sektion 91 u. 80, 1819. Originale im Österreichischen Staatsarchiv-Kriegsarchiv, Wien.

Moderne Stadtkarte

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MERAN – MERANO, 1986
Quellennachweis: Grundkarte der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, Blatt Tirol, Schenna, Meran West und Meran Ost, 1:5.000,1986. Amt für Statistik und Studien, Stadtgemeinde Meran.
Documentazione delle fonti: Carta Tecnica Provinciale della Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige, Elemento Tirolo, Scena, Merano Ovest e Merano Est,1: 5.000,1986. Ufficio Studi e Statistica, Comune di Merano.
© Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien
Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung, Linz – Wien
Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Verlag: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Druck : Kartographische Anstalt Freytag – Berndt und Artaria, Wien
3. Lieferung 1988

Weitere Abbildungen und Karten



Benedikt Auer, Vogelschau der Stadt Meran von Süden, um 1770. (Kupferstich, Original im Stadtmuseum Meran).
Benedikt Auer, Vista d'uccello della cittŕ di Merano, verso 1770. (incisione su rame, originale nel Museo civico di Merano).


Joh(ann) Jordan, Ortenstein, 1871. (Aquarellierte Zeichnung, Original im Tiroler Landesmuseum, Signatur: FB2733 Nr. 10).
Transkription der im Original der Ansicht enthaltenen Legende (von Franz-Heinz Hye)
a Der sogenannte Pulverthurm
b Links der aus dem Felsen gehaute Graben
c Der jeztige Dosser Thurm
d Die Stadt Rinkmaur
e Das Passeirer Stadt Thor und Thurm
f Das hohe Haus
g Das Treml Thor
h Dosserhaus
i Gasse und Weg nach Passeier
k Die Klause
l Hof für Nagele
m Theil des Kurgartens
n Ein mit Epheu überwachsener Felsen
o Eremitage neben dem Kreuze


Unbekannter Zeichner, Planansicht der nahe der Passer gelegenen Gebiete von Untermais mit einer Ansicht der Stadt Meran und ihrer Brücken von Süden, um 1553/60, o. M. Verkleinerte Wiedergabe, Ausschnitt. Originalaquarell auf Papier (Tiroler Landesarchiv, Signatur: Hofregistratur A XII, Position 1).
 
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